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Gesellschaftlicher GrabenZwischen den Zeilen der Todesanzeigen

Lange wurde das Virus in Todesanzeigen verschwiegen. Das ändert sich jetzt.

«Corona Klage», ein Banner am Eingang der Elisabethenkirche in Basel (16. November 2020).
«Corona Klage», ein Banner am Eingang der Elisabethenkirche in Basel (16. November 2020).
Foto: Keystone

6324 Menschen sind bisher in der Schweiz an Covid-19 gestorben. Bis vor kurzem war es ein diskreter Tod, einer, über den man öffentlich nicht gern sprach. In den Todesanzeigen war in der Regel von «kurzer, schwerer Krankheit» die Rede. Wenn überhaupt.

Das ändert sich gerade. Seit die Zahlen wieder zunehmen, die Intensivstationen sich füllen und die Wut auf die zaudernden Behörden und die unvorsichtigen Zeitgenossen wächst, werden die Abschiedsworte plötzlich explizit. Im Wallis, wo die Opferzahlen schon früh hoch waren, hat es angefangen; mittlerweile erscheinen auch in den Zürcher Zeitungen fast täglich Todesanzeigen von Menschen, die «vom Coronavirus dahingerafft» wurden oder «den letzten Match gegen den FC Corona verloren» haben.

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