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Klassik denkt nur an sichUnd die Rockmusiker lässt man links liegen

In Basel beansprucht die klassische Musik eine Vormachtstellung für sich. Das wirkt in Zeiten, in denen allen Musikschaffenden die Existenzgrundlage entzogen wird, denkbar überheblich.

Lichterkette am Montagabend in der Basler Innenstadt. Ein Einstehen für die Nöte der Kulturschaffenden (Musikerinnen und Musiker).
Lichterkette am Montagabend in der Basler Innenstadt. Ein Einstehen für die Nöte der Kulturschaffenden (Musikerinnen und Musiker).
Foto: Simon Bordier

Die Lage ist ernst. Wegen der Corona-Bestimmungen des Bundesrats können die Konzertveranstalter auf unbestimmte Zeit keine Konzerte mehr veranstalten, die Musiker und Musikerinnen nicht auftreten, die Chorleiter ihre Chöre nicht mehr öffentlich dirigieren. Sogar das Stadtcasino sieht sich in seiner Existenz bedroht. Weil Konzerte mit weniger als 50 Zuschauern und Zuschauerinnen nicht kostendeckend durchgeführt werden können, leert sich der Spielplan des Stadtcasinos immer weiter.

Letzte Woche wandten sich die Basler Musikschaffenden in einem offenen Brief an Bund und Kanton, am Montagabend formierte man sich zur Lichterkette durch die Innenstadt. Die Adressaten sollen alles tun, um die Musikstadt Basel auch nach den Corona- Beschlüssen vom 28. Oktober zu erhalten, fordern die Unterzeichner und die Lichterträger. Schliesslich sei die Musik ein wichtiger Standortfaktor, der wesentlich zu Basels grosser Attraktivität beigetragen habe.

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