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FCB: 2:1-Sieg in LuzernZum Abschluss noch einmal mit allen Stärken und Schwächen

In der ersten Halbzeit zeigt sich der FC Basel äusserst effizient und schiesst dank individueller Klasse zwei Tore. Dann kommt gar nichts mehr und ärgert sich der FC Luzern über eine Vielzahl verpasster Chancen.

Ganz zum Schluss schlittert dan auch noch Pascal Schürpf an einer Luzern-Hereingabe vorbei – und siegt der FCB.
Ganz zum Schluss schlittert dan auch noch Pascal Schürpf an einer Luzern-Hereingabe vorbei – und siegt der FCB.
Foto: Marc Schumacher (Freshfocus).

Im September war es so. Im Oktober blieb es so. Im November war es nicht weg. Und erst im Dezember, da glaubte man das Übel beseitigt. Bis an diesem letzten Fussball-Abend im Jahr 2020, an dem beim FC Basel in Luzern wieder alles so ist wie zuvor.

Auf einen an Effizienz kaum zu überbietenden, soliden ersten Durchgang lässt die Mannschaft von Ciriaco Sforza eine zweite Hälfte folgen, an deren Ende nur etwas gut ist: das Resultat. Rotblau verteidigt den bis zur Pause herausgespielten Zweitore-Vorsprung und gewinnt bei einem FC Luzern mit 2:1, der sich wohl noch unter dem Weihnachtsbaum fragen wird, wie er die Geschenke nicht hat annehmen können, die ihm die Gäste angeboten haben.

Wer diesen Worten allein nicht glaubt, der werfe einen Blick auf die Statistik: 34 zu 11 Torschüsse und 16 zu 4 Eckbälle zugunsten des FC Luzern sagen fast alles darüber aus, wie die Gastgeber an diesem Abend in der Haltungsnote abschneiden – aber vorab in der zweiten Hälfte auf den entscheidenden Metern versagen.

«Fast alles» deshalb, weil auch der FC Basel sich in zwei Schlüsselmomenten stilistische Bestnoten verdient. Jedenfalls zwei seiner Einzelspieler, die Teil dieser Mannschaft sind, die sich FC Basel nennt: Wie Arthur Cabral in der 23. Minute einen missglückten Schuss von Julian Von Moos als Vorlage für einen Hackentreffer aus der Halbdistanz nutzt, zeugt ebenso von individueller Klasse im Abschluss wie es Pajtim Kasamis Weitschuss-Tor tut: Aus 22 Metern spediert der Mittelfeldspieler die Kugel in der 36. Minute kraftvoll und präzise zum zwischenzeitlichen 2:0 ins Lattenkreuz.

Es sind dies jene Fertigkeiten, die dem weit strukturierter und zwingender angreifenden FC Luzern in diesen 90 Minuten gänzlich fehlen. Ihren einzigen Treffer durch Schürpf erzielen sie in der 66. Minute exemplarisch, im Gestocher, nach mehreren Anläufen. Der Rest trägt Namen – Schaub, Schulz, Frydek, Ugrinic, Sorgic, Schürpf – und ist entweder zu überhastet oder zu unpräzis. Oder aber wird im Falle des Kopfballs durch Ndiaye mirakulös von FCB-Goalie Heinz Lindner gehalten (77.).

Was zählt, sind Tore. Der FC Basel hat davon beim FC Luzern eines mehr erzielt als der Gegner.

Das Telegramm.
Das Telegramm.
Foto: BaZ
Die Zahlen zum Spiel.
Die Zahlen zum Spiel.
Foto: BaZ
Die Tabelle.
Die Tabelle.
Foto: BaZ

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10 Kommentare
    Alan Capeder

    sollte man mit leistungen wie gegen luzern meister werden, ja warum nicht.