Zum Hauptinhalt springen

Zürich droht ein Tram-Engpass

Die VBZ-Flotte ist in die Jahre gekommen und der Kauf neuer Fahrzeuge verzögert sich – im schlimmsten Fall müssten Linien eingestellt werden.

Einige der Fahrzeuge habe ihre Lebensdauer von 40 Jahren erreicht: Tramdepot am Escher-Wyss-Platz. (17. August 2016)
Einige der Fahrzeuge habe ihre Lebensdauer von 40 Jahren erreicht: Tramdepot am Escher-Wyss-Platz. (17. August 2016)
Christian Beutler, Keystone

Weil die geplante Beschaffung 70 neuer Trams der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) durch einen Rechtsstreit blockiert ist, drohen Engpässe. Den VBZ entstehen hohe Kosten für die Sanierung alter Fahrzeuge des Typs Tram 2000, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Einige der zwischen 1976 und 1992 in Betrieb genommenen Fahrzeuge haben ihre Lebensdauer von 40 Jahren erreicht. «Sie müssen ein weiteres Mal revidiert werden», sagt VBZ-Sprecher Andreas Uhl. Pro Tramzug müsse man dafür einen sechsstelligen Betrag einrechnen.

Einstellung von Linien droht

Es müssten ausserdem verschiedene Optionen geprüft werden, um für die künftigen Angebotserweiterungen wie die neue Hardbrücke-Strecke oder die Verlängerung der Linie 2 genügend Fahrzeuge zur Verfügung zu haben, so Uhl weiter.

«Darunter sind Massnahmen wie die Reduktion oder die komplette Einstellung von Extrafahrten, die Ausweitung der Arbeitszeiten im Unterhaltsdienst, die Anmietung von Trams aus anderen Städten oder im Notfall sogar die partielle Einstellung von Linien», sagt Uhl in der «NZZ am Sonntag».

Rekurs von Stadler Rail und Siemens

Die VBZ haben Mitte Mai bekannt gegeben, dass sie für insgesamt 358 Millionen Franken bei Bombardier 70 neue Trams bestellen wollen. Weitere 70 Trams könnten sie in einer zweiten Phase nachbestellen.

Stadler Rail und Siemens, die den Millionenauftrag nicht erhalten haben, haben Rekurs am Verwaltungsgericht eingelegt. Sie wollen die Auftragsvergabe überprüfen lassen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch