Zum Hauptinhalt springen

SVP-Fraktion schliesst Messerfuchtler aus

Der negativ aufgefallene Zürcher Gemeinderat Mario Babini ist nicht mehr Mitglied der SVP-Fraktion. Sie hat ihn rausgeworfen. Trotzdem will er sein Amt behalten. Er erwägt, bei der FDP oder GLP Anschluss zu suchen.

«Ich bin vom Volk gewählt»: Mario Babini vor den Medien im Restaurant Blue Monkey. Bild: Benno Gasser
«Ich bin vom Volk gewählt»: Mario Babini vor den Medien im Restaurant Blue Monkey. Bild: Benno Gasser

An ihrer Sitzung hat die SVPGemeinderatsfraktion gestern Mittwochnachmittag beschlossen, Mario Babini auszuschliessen. Der Entscheid fiel einstimmig. Notwendig war dafür eine Zweidrittelmehrheit. Der Politiker zeigte sich nach dem Verdikt gefasst: «Ich bin nicht wirklich enttäuscht.» Damit habe er rechnen müssen. Auch die Geschlossenheit, mit der die 22 Fraktionsmitglieder für seinen Ausschluss stimmten, erstaune ihn nicht. «Bei der SVP fallen die Abstimmungen immer einstimmig aus.» Zuvor hegte Babini noch leise Hoffnung, weil die Fraktion nach der Anhörung mehr als eine Stunde lang debattierte. Ein Rücktritt aus dem Gemeinderat kommt für den 57-Jährigen nicht infrage. Das Volk habe ihn in den Rat gewählt und nicht die SVP. Babini will den Anschluss an eine andere Fraktion prüfen. Politisch stehe er auch der GLP und der FDP nahe, wie sein Smartvote-Spider ergeben habe. Im Gemeinderat ist er zumindest bereits physisch in deren Nähe gerückt: Jetzt sitzt er nicht mehr in den Reihen der SVP, sondern nimmt nahe der GLP Platz.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.