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Sturm zerzaust Zürcher Pfadilager

Eine Mädchenpfadi-Abteilung aus der Stadt Zürich musste gestern am Bielersee vor einem heftigen Gewitter flüchten. Sie tat es gerade noch rechtzeitig, bevor ihr Zufluchtszelt kollabierte.

Da war das Wetter noch gut: Das Pfadilager bei Lüscherz am Ufer des Bielersees.
Da war das Wetter noch gut: Das Pfadilager bei Lüscherz am Ufer des Bielersees.
PD

Das Lager der Zürcher Mädchenpfadi-Abteilung «Agua» am Bielersee hat heute ein vorzeitiges Ende genommen. Nach einer Nacht, die den Teilnehmerinnen in die Knochen gefahren ist, wie eine 15 Jährige Teilnehmerin mit dem Pfadinamen «Skittle» erzählt. Verletzt worden sei aber niemand.

Die rund 35 Pfadis - die Jüngsten grade mal zehn Jahre alt - hatten eine sommerliche Lagerwoche am Bielersee hinter sich, als ein Gewitter alles durcheinander wirbelte. Wie vorausgesagt, regnete es am Sonntag. Gegen Abend habe es dann «so richtig angefangen», erzählt «Skittle».

Gerettet im Gemeindehaus

Alle seien ins Aufenthaltszelt am höchsten Punkt des Lagergeländes geschickt worden, in dessen Mitte ein hoher Pfahl aufragte. Angesichts des Einsturzrisikos habe man dann aber auf ein Feld neben dem Lagerplatz gewechselt - und tatsächlich brach das Aufenthaltszelt kurz darauf zusammen.

Der Sturm habe die Zelte «verrupft», einige der Kleineren hätten vor Angst geweint. Schliesslich sei die ganze Abteilung ins nahe Lüscherz gewandert, wo sie im Gemeindehaus unterkam. Die Leiter fuhren mehrmals mit Autos hin und her, um die nötigsten Dinge zu holen, etwa Medikamente, aber auch mehr oder weniger trocken gebliebene Schlafsäcke, Schlafmatten und Kleider.

Leiter handelten vorbildlich

«Skittle» zieht eine klare Bilanz: «Wir hatten ein Schweineglück». Martin Diethelm, Mediensprecher Pfadi Züri, sagt: «Die Leiter haben tipptopp gehandelt und vorbildlich reagiert.» Die Pfadis sind heute nach Zürich zurückgekehrt, einen Tag früher als vorgesehen.

SDA/hoh/hub

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