Zum Hauptinhalt springen

Ein Schock machte den Zürchern klar, dass sie eine Brandwache brauchen

Jahrelang sträubten sich Bevölkerung und Politiker, in der Stadt eine Berufsfeuerwehr einzurichten. Erst eine tödliche Feuersbrunst beim Limmatplatz brachte vor 90 Jahren die Wende.

Heute ist an dieser Stelle eine Heimatwerk-Filiale: Die erste Brandwache im Wollenhof an der Uraniabrücke, Ende der 20er-Jahre.
Heute ist an dieser Stelle eine Heimatwerk-Filiale: Die erste Brandwache im Wollenhof an der Uraniabrücke, Ende der 20er-Jahre.
Baugeschichtliches Archiv Zürich

Es ist der 14. Februar 1921. Dramatische Szenen spielen sich an diesem kalten Wintermorgen beim Limmatplatz ab. Flammen schrecken die Bewohner an der Ackerstrasse 57 aus ihrem Schlaf. Ein geisteskrankes Mädchen hatte im Treppenhaus Feuer entzündet. Rasend schnell fressen sich die Flammen durch die hölzernen Stiegen und Treppen in die Höhe. Vergeblich versuchen die Hausbewohner, telefonisch eine Feuerwehrstelle zu alarmieren. Nach kurzer Zeit bricht das Treppenhaus ein, die Bewohner flüchten mit Nachthemden bekleidet auf die Hauszinne. Auf der Limmatstrasse verfolgen Dutzende von Schaulustigen die Katastrophe, viele tragen wegen der Fasnacht Masken.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.