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Dall kommt so oder so vor Gericht

Die Zürcher Staatsanwaltschaft will es offiziell nicht bestätigen, aber für Karl Dalls Anwalt ist klar: Der deutsche Unterhalter kommt nicht um einen Vergewaltigungsprozess herum.

Sieht sich als Opfer einer notorischen Stalkerin: Karl Dall.
Sieht sich als Opfer einer notorischen Stalkerin: Karl Dall.
Christof Stache, Keystone

Karl Dall muss in Zürich wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor den Richter treten, das ist laut Rechtsexperten so sicher wie das Amen in der Kirche. Auch wenn die Zürcher Staatsanwaltschaft sich offiziell auf den Standpunkt stellt, dass sie darüber erst in ein paar Tagen entscheiden werde.

Für Dalls Anwalt Marc Engler ist der Fall klar: «Aufgrund der Informationen, die ich von der Staatsanwaltschaft bekommen habe, und aufgrund meiner Berufserfahrung bin ich überzeugt, dass es zur Anklage kommt.» Dall selbst erwartet genau das Gleiche. «Ich bin froh, dass es zum Prozess kommt, und ich habe damit auch gerechnet», sagte er laut der «Bild»-Zeitung.

Selbst neue Zeugen würden kaum etwas ändern

Weil die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift noch nicht eingereicht hat, will Sprecherin Corine Bouvard dies nicht bestätigen. Sie betont, die Parteien hätten nach der Schlusseinvernahme von vergangener Woche zehn Tage Zeit, um allenfalls ergänzende Beweisanträge zu stellen. Dieses Vorgehen würde laut Juristen für die Staatsanwaltschaft allerdings keinen Sinn ergeben, wenn sie vorhätte, das Verfahren einzustellen.

Dall käme demnach selbst dann vor Gericht, wenn innert der Zehn-Tage-Frist neue Entlastungszeugen auftauchen sollten, die die Staatsanwaltschaft wider Erwarten doch noch zu einem Rückzieher bewegen würden. Die Klägerin könnte den Fall nämlich bis ans Bundesgericht ziehen, und dieses befand in der Vergangenheit in vergleichbaren Fällen, in denen Aussage gegen Aussage stand, dass ein Gericht die Sache entscheiden müsse – und nicht die Staatsanwaltschaft, indem sie das Verfahren einstellt.

Journalistin erstattete Anzeige

Dall wird von einer Schweizer Journalistin bezichtigt, sie im letzten September in einem Zürcher Hotel vergewaltigt zu haben. Zwei Monate später erstattete sie Anzeige, der Komiker sass daraufhin vier Tage in Zürich in Untersuchungshaft. Dall bestreitet die Tat. Er sieht sich nach eigenen Aussagen als Opfer einer mehrfach durch Stalking auffällig gewordenen Journalistin.

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