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Kanton warnt vor Blockade am Gubrist

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion sieht die Gemeinden um den Gubristtunnel im Mehrverkehr ersticken, wenn das jüngste Bundesgerichtsurteil befolgt würde.

Wie es hier weitergehen soll, ist umstritten: Einfahrt in den Gubristtunnel bei Weiningen.
Wie es hier weitergehen soll, ist umstritten: Einfahrt in den Gubristtunnel bei Weiningen.
Eddy Risch, Keystone

Das Bundesgericht hiess in seinem jüngsten Entscheid zum Ausbau der A1/Nordumfahrung Zürich die Beschwerden von Anwohnern und der Gemeinde Weiningen gut. Diese hatten unter anderem gefordert, den Autobahnanschluss vor dem Gubristtunnel in Richtung Limmattaler Kreuz zu verlegen. Das Bundesgericht ging noch darüber hinaus: Das Bundesamt für Strassen müsse prüfen, den sogenannten Halbanschluss ganz aufzuheben.

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion warnt nun in einer Mitteilung davor, den Halbanschluss Weiningen infrage zu stellen. Eine Aufhebung hätte weitreichende Konsequenzen für die Verkehrssituation im Grossraum Zürich.

Entlastet würde die Umfahrung

Nach Berechnungen des Zürcher Amts für Verkehr käme es zu erheblichem Mehrverkehr in den umliegenden Gemeinden Dietikon, Oberengstringen, Oetwil an der Limmat und Regensdorf. Der Ausweichverkehr würde auch die Stadt Zürich betreffen, vor allem den Hönggerberg und die ohnehin schon stark belastete Achse Rosengarten-/Bucheggstrasse.

Heute schon zeitweise überlastete Autobahnanschlüsse würden noch stärker belastet. Entlastet würde paradoxerweise ausgerechnet die Nordumfahrung, die den Durchgangsverkehr gerade aus den Siedlungsgebieten fern halten und für viel Geld ausgebaut werden soll, wie es in der Mitteilung heisst. Die Aufhebung des Halbanschlusses ergebe daher auch aus volkswirtschaftlicher Sicht keinen Sinn. Der Halbanschluss müsse zwingend beibehalten werden.

Vorwärtsmachen mit dritter Röhre

Zudem ersucht die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion das Bundesamt für Strassen, Möglichkeiten zu prüfen, wie unabhängig vom Anschluss mit dem Bau der unbestrittenen Abschnitte begonnen werden kann – vor allem der dritten Gubrist-Röhre. «Auf der Autobahn kommt es tagtäglich zu Staus», wird Regierungsrat Ernst Stocker zitiert. «Deshalb braucht es endlich Abhilfe.»

SDA/hub

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