Zum Hauptinhalt springen

«In der Flirtzone liegen viele Minenfelder»

Scheidungen haben in Zürich in den letzten 30 Jahren kontinuierlich zugenommen. Paartherapeut Raimondo Lettieri weiss, wie man Beziehungen durch Krisen hindurchrettet und wo Knackpunkte lauern.

Tina Fassbind
Nettes Gespräch unter Studienkollegen oder der Beginn einer Affäre? Wo Flirten anfängt und wo es aufhört, wird ganz unterschiedlich ausgelegt.
Nettes Gespräch unter Studienkollegen oder der Beginn einer Affäre? Wo Flirten anfängt und wo es aufhört, wird ganz unterschiedlich ausgelegt.
Keystone

Herr Lettieri, immer mehr Ehen werden geschieden. Was machen heutige Paare falsch? Eigentlich nichts Besonderes. Zumindest machen Paare nicht häufiger etwas falsch als vor 30 Jahren. Es sind aus meiner Sicht im Wesentlichen drei Gründe, die diese Entwicklung erklären: Erstens hat der gesellschaftliche Druck zum Zusammenbleiben abgenommen. Man wird nicht mehr geächtet, wenn man geschieden ist. Zweitens haben die Ansprüche an die Qualität der Beziehung sehr stark zugenommen. Wir suchen deutlich mehr als früher das absolute Glück in der Beziehung. Und drittens hat sich die Rolle der Frau stark verändert. Früher waren sie abhängiger von ihren Männern und haben die Unzufriedenheit geschluckt. Sie waren es sich nicht gewohnt, ihre Bedürfnisse einzubringen. Heute sprechen Frauen darüber, was sie in einer Beziehung stört und was sie brauchen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen