Zum Hauptinhalt springen

Carlos: Zellenbilder bleiben vorerst ohne Folgen

Die Justizdirektion des Kantons Zürich sieht keine Verletzung des Amtsgeheimnisses.

Der Sonntags-Blick publizierte Bilder der verwüsteten Wohnzelle des Jugendlichen Straftäters Carlos. Nun will die Zürcher Staatsanwaltschaft wissen, wer diese Bilder der Presse überliess
Der Sonntags-Blick publizierte Bilder der verwüsteten Wohnzelle des Jugendlichen Straftäters Carlos. Nun will die Zürcher Staatsanwaltschaft wissen, wer diese Bilder der Presse überliess
Screenshot Blick
In den Fall Carlos kommt Bewegung – er soll bis Ende Februar freigelassen werden: Blick in ein Zimmer des neuen Bereichs des Massnahmenzentrums Uitikon (MZU). (Dezember 2012)
In den Fall Carlos kommt Bewegung – er soll bis Ende Februar freigelassen werden: Blick in ein Zimmer des neuen Bereichs des Massnahmenzentrums Uitikon (MZU). (Dezember 2012)
Stefan Deuber, Keystone
Setzten sich für ihren Trainingspartner ein: Boxer mit «All for Brian»-T-Shirt in Basel. (September 2013)
Setzten sich für ihren Trainingspartner ein: Boxer mit «All for Brian»-T-Shirt in Basel. (September 2013)
Kostas Maros
1 / 13

Zürich – Der «SonntagsBlick» veröffentlichte in seiner jüngsten Ausgabe fünf Fotos, die Carlos’ verwüstete Zelle im Massnahmenzentrum Uitikon (MZU) zeigen. Für die Justizdirektion ist klar, dass die Bilder «nicht ohne Wissen des MZU entstanden sind», wie Sprecher Benjamin Tommer sagte. Rechtliche Konsequenzen bleiben vorerst aus. «Da wir bereits letzte Woche offiziell darüber informierten, dass Carlos seine Zelle massiv beschädigt hatte, erkennen wir keine Amtsgeheimnisverletzung», sagt Tommer. Die Sache sei damit aber nicht erledigt. Man schaue den Sachverhalt noch einmal intern genau an. Ob der Person, welche die Fotos den Medien zuspielte, personalrechtliche Konsequenzen drohen, sei noch offen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.