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«75 Prozent der Putzfrauen arbeiten schwarz»

Wer illegal Haushaltshilfen beschäftigt, fliegt selten auf. Acht Fälle wurden letztes Jahr in Zürich gemeldet. Die Dunkelziffer liege allerdings weitaus höher. Auch deshalb, weil die Reinigungskräfte selbst schwarz arbeiten wollen.

«Für viele Arbeitgeber ist es oft weniger kompliziert, das Ganze unter der Hand zu regeln»: Eine Frau putzt einen Zürcher Hauseingang.
«Für viele Arbeitgeber ist es oft weniger kompliziert, das Ganze unter der Hand zu regeln»: Eine Frau putzt einen Zürcher Hauseingang.
Keystone

Eine Studentin liess sich von einer Haushaltshilfe die Hemden bügeln. Dafür steht sie heute vor dem Zürcher Obergericht. Ihr wird vorgeworfen, die Mongolin ohne Arbeitsbewilligung beschäftigt zu haben. Der 26-jährigen Arbeitgeberindroht nun eine bedingte Geldstrafe von 2700 Franken.

Dass es wie in diesem Fall zu einer Anklage kommt, sei äusserst selten, sagt Irene Tschopp, Pressesprecherin vom Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit. «2011 sind acht Verdachtsmeldungen eingegangen. Davon wurde nur ein Arbeitgeber gebüsst.» In drei Fällen kam es zu einer Einigung, die übrigen vier Verdachtsmomente bestätigten sich nicht.

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