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Winterthurs Aufstand gegen die «Weltwoche»

Züri intern Die Angriffe und Antithesen der «Weltwoche» sind meistens genau vorhersehbar, weil Roger Köppel präzise wie ein Kompass 180 Grad gegen den Strich der anderen Medien bürstet. Diese Woche war das Ziel wenigstens einmal überraschend. Aus vollen Rohren schoss die WeWo Richtung Winterthur. Zuerst warf Christoph Mörgeli von der SVP der Winterthurer Bundesratskandidatin Jacqueline Fehr im Zusammenhang mit der Steuerrechnung von Ex-Partner Maurice Pedergnana «faule Ausreden» vor, welche sie als Ex-Lehrerin keinem Schüler durchgelassen hätte. Nun schleiche sie «als naives Dummchen» davon. Fehr konterte auf Facebook und nannte den Grund, weshalb das Familienvermögen 2008 um eine halbe Million geschrumpft war: die Bewertung von Aktien durch das Steueramt. In der gleichen Ausgabe kam auch der Winterthurer SP-Stadtrat Nicolas Galladé an die Kasse, weil er im Interview mit dem «Landboten» angegeben hatte, als erste Amtshandlung die «Weltwoche» abbestellt zu haben. Im Sozialamt müsse man nicht wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und auf die Weltwoche warten. Die WeWo sei auch für dünnhäutige Politiker «Pflichtlektüre», dozierte darauf PR-Guru Klaus J. Stöhlker. Amtssekretärin und FDP-Kantonsrätin Regine Sauter konterte: «In erster Linie haben wir das Abo gekündigt, um Kosten zu sparen – ganz im Sinne der ‹Weltwoche›.» Die Rechnung des Sozialamts könnte doppelt aufgehen. Wer nämlich die «Weltwoche» abbestellt, erhält sie noch mindestens ein Jahr lang gratis. (rba)

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