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«Winterthur» ist jetzt nur noch der Name einer Stadt

Der Versicherungskonzern Axa ersetzt die Winterthur-Leuchtschriften an 300 Standorten in der Schweiz.

Von René Donzé Winterthur – Vier Jahre überlebte der Winterthur-Schriftzug an vielen Fassaden die Übernahme des Schweizer Versicherungskonzerns durch die französische Axa. Im Ausland wurde mit dem Logo, das den Namen der sechstgrössten Schweizer Stadt in die Welt hinaustrug, bereits in den Jahren 2006 und 2007 kurzer Prozess gemacht. Dort haben die Verantwortlichen das bekanntere Axa-Logo statt des unterstrichenen Winterthur aufgehängt. In der Schweiz wählten sie ein behutsameres Vorgehen, weil der direkte Wechsel Goodwill gekostet hätte. Die Marke Winterthur erreichte hierzulande eine Bekanntheit von 75 Prozent, Axa hingegen kannte noch kaum jemand. Also wurde die Versicherung in Axa-Winterthur umbenannt, und rund ein Dutzend wichtige Gebäude erhielten eine entsprechende Beschriftung. Auf vielen Leuchtschriften an den rund 300 Schweizer Verkaufsstandorten aber stand nach wie vor «Winterthur». Alle mit dem neuen Doppelnamen zu beschriften, wäre zu teuer gewesen – zumal von vornherein klar war, dass es sich nur um eine Übergangslösung handelte. Nun aber werden in den nächsten Wochen an den 300 Gebäuden die alten Schriftzüge entfernt und durch die drei Buchstaben Axa ersetzt. Winterthur fehlt. «Die Bekanntheit von Axa ist in der Zwischenzeit gross genug», begründet Mediensprecherin Marion Schihin den direkten Namenswechsel. Bloss bei den Hauptgebäuden halte man vorläufig an Axa-Winterthur fest. Schrittweise werde Winterthur aber auch von den Drucksachen und aus der Werbung verschwinden, so Schihin. Den Wechsel der Leuchtreklamen begründet der Versicherer übrigens auch mit ökologischen Überlegungen: Die neuen LED-Leuchten brauchen 90 Prozent weniger Strom. Die Energie-Einsparung entspricht dem Verbrauch von rund 50 Schweizer Haushalten. Neu leuchtet Axa von den Fassaden. Das alte Logo hat definitiv ausgedient.

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