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Widerstand im Dorf

Auf der Chramenwiese zwischen der Bleiche und dem Zentrum von Wald entsteht eine Grossüberbauung in parkähnlicher Umgebung. Der Claridapark ist die grösste Siedlung, die je in der Gemeinde Wald gebaut wurde. Nach dem gestrigen Spatenstich werden die ersten zwei Häuser am Schlipfbach erstellt. Der Verputz an den Fassaden ähnelt gewobenem Material und erinnert so an die Geschichte des Areals. In den nächsten 15 Jahren sollen auf der 45 000 m2 grossen Wiese neun Hochhäuser mit je sieben Stockwerken entstehen. 150 Eigentums- und Mietwohnungen bieten dann Platz für 500 neue Einwohner. Die erste Etappe realisieren die Scheitlin Syfrig Architekten aus Luzern. Widerstand im Dorf Das Projekt Claridapark hat eine lange Vorgeschichte. 2003 drohte es schon in der Planungsphase zu scheitern. Denn der Kanton sah ein Gesetz vor, das die unbebauten Freiflächen im Walder Ortskern mit einem Bauverbot belegt hätte. Die Gemeinde Wald hat nämlich nach Zürich und Winterthur das drittgrösste geschützte Ortszentrum im Kanton. Gegen das Bauverbot regte sich Widerstand in Wald, und der Gesetzesentwurf wurde gestrichen. Der private Gestaltungsplan der Firma Otto und Johannes Honegger wurde 2006 der Gemeindeversammlung vorgelegt. Obschon es in der Walder Bevölkerung Bedenken gab, wurde er mit 145 zu 121 Stimmen relativ knapp angenommen. Die Gemeindeversammlung stimmte auch dem Ochsenkreisel zu, der die Zufahrt zum Claridapark ermöglicht. (nis)

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