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Wenig Routine, viel Talent

GC Amicitia startet heute gegen Pfadi Winterthur in die Schlussphase der NLA-Qualifikation. Der Einzug in die Finalrunde wäre nach den Notverkäufen ein Erfolg.

Von Kai Müller Urs Mühlethaler ist in seiner ersten Saison als Trainer von GC Amicitia nicht zu beneiden. Er musste vor dem Jahreswechsel mit ansehen, wie zwei Leistungsträger, Michal Svajlen und Heiko Grimm, die Stadtzürcher Handballer in Richtung Pfadi Winterthur verliessen. Oder verlassen mussten, weil der Fusionsverein in finanzieller Not steckt. Zudem beendete Kreisläufer Mathias Oltmanns aus medizinischen Gründen seine Karriere in der Winterpause. Seit dem Meistertitel 2009, damals noch als ZMC Amicitia, zählt Mühlethaler elf Abgänge. «Dass wir trotzdem auf Platz 4 überwintert haben, ist überraschend und bemerkenswert», sagt er, ergänzt aber im gleichen Atemzug: «Als Trainer bin ich trotzdem nie zufrieden.» Die Mannschaft habe nicht begriffen, wie sie regelmässig an ihre Leistungsgrenze gehen könne. «Dazu brauche ich noch sechs Monate Zeit.» Die erste Bewährungsprobe im Jahr 2011 steht heute (Saalsporthalle, 18 Uhr) im Kantonalderby gegen den Tabellendritten Pfadi Winterthur an. Der frühere Nationalcoach erwartet ein knappes Spiel: «Pfadi ist zwar viel routinierter, und unserem jungen Team fehlt vielleicht die Konstanz, deswegen sind wir aber nicht weniger talentiert.» Mit Roman Sidorowicz (19) und Luca Spengler (18) werden zwei Hoffnungsträger, die für Svajlen und Grimm nachgerückt sind,von Anfang an im Rückraum spielen. Keine kurzfristigen Abgänge Um den Platz in der Finalrunde zu verteidigen, rechnet Mühlethaler damit, noch zwei «Grosse» schlagen zu müssen. Denn ausser Schlusslicht Arbon warten in den verbleibenden sechs Partien ausschliesslich Gegner aus den aktuellen Top 7. Und das siebtplatzierte St. Otmar St. Gallen liegt nur drei Punkte zurück. Deshalb sagt Mühlethaler: «Kämen wir in die Finalrunde, wäre das ein Riesenerfolg.» Immerhin kann er davon ausgehen, die Saison mit demselben Kader zu beenden, obwohl zuletzt in verschiedenen Medien über weitere, kurzfristige Abgänge spekuliert worden war. «Stand heute habe ich von keinem Spieler entsprechende Signale erhalten.» Auch Sportchef Walter Müller sagt: «Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft bis zum Frühling zusammenbleibt.» Vorerst. Illusionen gibt sich bei GC Amicitia niemand hin. «Nach der Saison ist alles möglich», sagt Müller.

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