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«Was tut die Politik für Frauen, die bewusst ihre Stelle freimachen?»

Kinderbetreuung Nach dem Mutterschaftsurlaub die Elternzeit, TA vom 27. 10. Traditionelle Familien vergessen. Die neueste Idee der Eidgenössischen Kommission für Familienfragen will mehr Elternurlaub. Väter wie ich sollen künftig nicht nur für Militärdienst, sondern auch für Vaterschaftsurlaub Erwerbsersatz erhalten und Abgaben dafür bezahlen. Schön. Missbräuche wird es da ja sicherlich keine geben. Was mich aber wirklich ärgert: Vergessen und einmal mehr übergangen werden alle Familien, bei denen bewusst jemand wegen der Kinder im Erwerbsleben pausiert. Was tut diese Kommission für die oftmals beruflich qualifizierten und überaus sozialkompetenten Frauen, die nicht nur wirtschaftlich grosse Opfer bringen, um sich ganz ihrer Familie zu widmen? Frauen, die ihren Arbeitsplatz ganz bewusst für jemand anders freimachen, nicht nur für die Mutterschaftsstellvertretung? Was tut die Politik für die Frauen – seltener Männer –, die sich für einige Jahre intensiv für ihre Kinder, Familiennetze und Freundschaften engagieren und oftmals auch in Vereinen und Zweckverbänden oder gemeinnützigen Organisationen Verantwortung übernehmen? Was tut die Politik tatsächlich für die Wertschätzung dieser durchaus gesellschaftstragenden Art von Familie? Es ist höchste Zeit, sie nicht länger bloss zahlen zu lassen. Andreas Weber, Eglisau Zu wenig für Schlechtverdienende. Gut ausgebildete, gut verdienende Arbeitnehmer sollen für die Elternzeit für 24 Wochen 80 Prozent ihres Lohnes erhalten. Was ist aber mit all den anderen Arbeitnehmern im unteren Lohnsegment? Hier reichen meist nicht einmal 100 Prozent vom Lohn für den Lebensunterhalt. All die ausländischen, gut ausgebildeten Leute kommen in unser Land, weil hier der Lohn weit über dem in ihrem Heimatland liegt. Aber das Leben hier soll dann bitte schön auch billig sein. Doch zum Nulltarif gibts nichts, und auch der Staat kann nicht alles richten. Schweden ist daran kläglich gescheitert, Deutschland muss sparen, England kürzt rigoros, auch bei den Sozialausgaben. Übrigens brauchen die Kinder auch später viel Aufmerksamkeit von den Eltern, nicht nur bis zum Schuleintritt. Ruth Haug, Guntershausen

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