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Warten auf das Polizei- und JustizzentrumWarten auf den Volksentscheid

Knappe Gefängnisplätze Die Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf, die wichtigste Strafvollzugsanstalt des Kantons Zürich, ist voll ausgelastet. Verurteilte Straftäter müssen so teilweise monatelang auf einen Vollzugsplatz warten. Diese Zeit sitzen die Täter in den Gefängnissen ab, die auf Untersuchungshaft spezialisiert sind und ein strengeres Haftregime führen. Thomas Manhart, Leiter des Amts für Justizvollzug, sagt: «Sicher ist das kein optimaler Zustand, es entspricht aber der Realität, auch in anderen Kantonen.» Die Eröffnung des Gefängnisses Limmattal im letzten September brachte zwar eine Entlastung. Laut Manhart beläuft sich die Belegung derzeit auf 84?Prozent. Damit sei die Situation entspannt «wie schon lange nicht mehr». Man müsse aber dennoch davon ausgehen, dass es in Zukunft wieder zu Überbelegungssituationen kommen werde. Kommt hinzu, dass das Gefängnis Zürich renovationsbedürftig ist. Leiter Markus Epple sagt: «Die Grösse der Zellen ist nicht mehr zeitgemäss.» Aber auch die Infrastruktur hätte eine Renovation nötig, vor allem die sanitären Installationen: «Wir haben immer wieder geplatzte Leitungen und Wasserschäden.» Auch Amtsdirektor Manhart ist der Meinung, dass das Gefängnis Zürich «irgendwann» renoviert werden müsse. Konkret geplant sei jedoch noch nichts. Hintergrund dieses unbefriedigenden Zustands ist der Streit um das Polizei- und Justizzentrum (PJZ). Das Projekt ist höchst gefährdet – das Volk wird nochmals darüber abstimmen müssen, nachdem es im Parlament vor kurzem gescheitert ist. Im PJZ wäre ein Justizgefängnis mit 128 Plätzen geplant, das die bestehenden Gefängnisse entlasten würde. Dem Justizvollzug bleibt nichts anderes übrig, als den Volksentscheid abzuwarten. «Vorher werden wir keine konkreten Pläne entwickeln», sagt Thomas Manhart. (ms)

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