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War das 0:4 für Bülachs Trainer eine Niederlage zu viel?

Fussball-Inside Ein Tor bei der Premiere. Sunday Okenwa konnte sein Debüt beim interregionalen Zweitligisten Seuzach gleich mit einem Kopftor zum 1:1 gegen Widnau veredeln. Doch trotz des Neuzugangs setzte es für die Winterthurer am Ende eine 2:3-Niederlage ab. Für den 26-jährigen Innenverteidiger aus Nigeria hatte zuletzt Ende September der Erstligist Wangen bei Olten keine Verwendung mehr gehabt. Davor war Okenwa für Herisau und Zofingen im Einsatz gewesen. Situationsanalyse in Bülach. Nur 1 Sieg, 2 Remis und 8 Niederlagen ist die Bilanz des FC Bülach in der Gruppe 1 der regionalen 2. Liga. Am Sonntag wurden die Unterländer vom mitgefährdeten Effretikon 0:4 deklassiert und damit auf den vorletzten Rang verdrängt. «Das Resultat hat nicht den Kräfteverhältnissen entsprochen», sagt Sportchef Dominik Helde. Dennoch schliesst er vor dem kapitalen Spiel gegen den Tabellenletzten Herrliberg einen Trainerwechsel nicht mehr aus. «In unserer Situation muss man über alles nachdenken.» Die Trainer Zoran Joksimovic und Mario Civelli waren im September 2009 nach der vorzeitigen Trennung von Roger Etter und Markus Ess aus der 2. Mannschaft befördert worden, konnten aber den Abstieg nicht abwenden. Jetzt droht Bülach dasselbe Schicksal wie Wädenswil und Stäfa im letzten Juni. Beide Klubs waren direkt in die 3. Liga durchgereicht worden. Joksimovic ist überzeugt, den Klassenerhalt zu schaffen. Dennoch gibt er sich realistisch: «Ich bin bereit für alles. Der Verein muss nicht auf mich schauen.» Eine allfällige Trennung wäre in Bülach nichts Neues. Der letzte Trainer der seinen Vertrag erfüllte bzw. zwei ganze Jahre das Amt ausführen konnte war Didier Knöpfli (2003 bis 2005). Seine vier Nachfolger gingen alle vorzeitig. Goalie-Sorgen in Schwamendingen. Nach drei Siegen in Serie musste sich Schwamendingen im Zweitliga-Aufsteigerduell der Gruppe 2 gegen Affoltern am Albis klar 2:6 geschlagen geben. Als Handicap erwies sich der erneute Wechsel auf der Torhüterposition. Gegen die Säuliämtler stand erstmals in dieser Saison Freddy Coniglione zwischen den Pfosten, wurde aber zur Halbzeit beim Stand von 1:5 und nach einigen unglücklichen Interventionen ausgewechselt. Sein Vertreter, der Feldspieler Lenson Shtufi, machte seine Sache in der Folge überraschend gut. Trotzdem ist offensichtlich: Der Stadtzürcher Quartierverein hat seine Goalie-Besetzungssorgen noch immer nicht in den Griff bekommen. In der letzten Meisterschaft gelang der Wiederaufstieg auch dank der Reaktivierung des Senioren-Keepers Peter Liechtenhan. Darauf konnten im Sommer mit Martin Schwendimann (von Altstetten), Nicolas Segreto (FCZ U-18) und Coniglione (Uster) gleich drei neue Torhüter verpflichtet werden. Die Probleme sind trotzdem geblieben. So versuchten sich in den 11 Spielen bereits wieder 6 Akteure als Schwamendinger Schlussmänner. So auch erneut der 39-jährige Liechtenhan sowie Simon Jakob von der zweiten Mannschaft. Bereits nicht mehr im Verein ist nach nur einem Einsatz Schwendimann. Als Rückhalt erwies sich hingegen Nachwuchshoffnung Segreto. Doch der 17-Jährige meldete sich in den letzten zwei Wochen krankheitshalber ab. «Ich befürchte dass er nicht mehr kommt», sagt der langjährige Berichterstatter Fredy Lachat. Er habe gehört, dass Segreto von verschiedenen Klubs umworben sei. Lachat hofft nun für das Spiel am Sonntag gegen United Zürich auf das neuerliche Comeback des Ur-Schwamendingers Liechtenhan. Für die Fairness belohnt. Der SC Zollikon erreichte bei der vom Schweizerischen Fussballverband und SuvaLiv initiierten Fairplay-Vereins-Trophy als bester Verein der Region Platz 10. Der Viertligist wurde dafür mit einem Gutschein von 1000 Franken belohnt. Als weitere Zürcher Klubs klassierten sich Bülach (21. Rang), Bauma (35.), Hard (46.) und Wipkingen (47.) unter den besten 64 Schweizer Klubs. Den Wettbewerb gewonnen haben die Old Boys Basel. (dsc)

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