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Von Silvio Temperli

Ein halbes Jahr nach dem Tod von Emilie Lieberherr wird ihre Zürcher Altstadtwohnung an der Schipfe zur Miete ausgeschrieben.

Von Silvio Temperli Zürich – Wohnen im Herzen Zürich ist begehrt. Und obendrein teuer. Für eine kleine Wohnung an bester Lage in der Innenstadt bezahlt man Spitzenwerte zwischen 3000 und 4000 Franken. Doch wenn ein Haus an der Schipfe der Stadt Zürich gehört, wirds ziemlich preiswert: 2143 Franken kostet jene 84 Quadratmeter grosse 2-Zimmer-Wohnung, welche die verstorbene Alt-Stadträtin Emilie Lieberherr zusammen mit ihrer Lebenspartnerin Minnie Rutishauser seit knapp 12 Jahren gemietet hatte. Das Mietverhältnis begann am 1. Dezember 1999. Zu jener Zeit war die langjährige Sozialvorsteherin (1970–1994) schon über fünf Jahre in Pension. Sie zog damals von der Grossmannstrasse in Höngg in die Altstadt. Bis zu ihrem Tod hatte sie ihren gesetzlichen Wohnsitz in Zürich und bezahlte hier die Steuern. Emilie Lieberherr hielt sich offenbar an der Schipfe nur sporadisch auf. Vor allem in den letzten Jahren, als sie älter und kränker wurde, sah man sie dort kaum mehr. Sie lebte mit ihrer Freundin in Wil im Rafzerfeld in einem Landhaus, das sie 1970 als Wochenendsitz erworben hatte. Auf Ende Juni hat nun Minnie Rutishauser die Zürcher Bleibe im denkmalgeschützten Haus an der Schipfe gekündigt. Im selben Haus zur Miete sind auch CVP-Nationalrätin Kathy Riklin und Franz Eberhard, ehemaliger Chef im Amt für Städtebau. Die Liegenschaft verfügt über sieben Wohnungen. Im Parterre gibt es einen Coiffeursalon.Die Stadt Zürich schreibe Lieberherrs Wohnung nächste Woche im «Tagblatt» aus, sagt Arno Roggo, Direktor der städtischen Liegenschaftenverwaltung – «zum gleichen Mietzins wie bisher». Mehr als eine Pinselrenovation sei nicht nötig. Emilie Lieberherr war Anfang Januar 86-jährig gestorben.

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