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Von Oliver Loga, Dübendorf

Von Oliver Loga, Dübendorf Zu Hause ist Dübendorf eine Macht. Die Heimstärke ist der Garant für das Erreichen des Playoff-Halbfinals gewesen. Davon musste sich zuletzt Ceresio beim für sie schmerzhaften 1:12-Debakel überzeugen. Winterthur-Bezwinger Arosa sollte als nächster Gegner an der Festung der Kunsteisbahn Im Chreis verzweifeln. «Wir haben es selber in der Hand. Wenn wir unser derzeitiges Potenzial abrufen, sollten wir gewinnen», gab sich Dübendorfs Trainer Christoph Schenk vor der wichtigen Partie betont selbstbewusst. Die Gäste aus Graubünden hielten verbal dagegen. Der routinierte Verteidiger Goran Manojlovic kündigte an, dass es keineswegs unmöglich sei, bei den Zürchern erfolgreich zu bestehen. Seinen Mitspielern schienen diese Worte Mut zu machen. Sie boten den engagierten Gastgebern von Beginn an Paroli. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier und verzichteten auf grosses Taktieren. Langeweile kam so zu keiner Zeit auf Zuschauer als Gewinner Als Gewinner durften sich die 471 Zuschauer fühlen. Sie bekamen alles geboten, was das Eishockeyherz höher schlagen lässt: packende Zweikämpfe, wenig Unterbrüche, schnelle Passkombinationen und zahlreiche packende Torszenen auf beiden Seiten. Nur die Tore fielen einseitig. Entscheidenden Anteil daran hatte Fabian Ziegler, der die Bündner durch zwei sehenswerte Treffer nach 24 Minuten nicht unverdient mit 2:0 in Führung brachte. Doch damit nicht genug: Ziegler legte auch noch das 3:0 (38.) für Sandro Schett mustergültig auf. Die Begegnung schien unerwartet früh entschieden zu sein. In den Katakomben muss Dübendorfs Headcoach aber die richtigen Worte gewählt haben. Seine Akteure drehten im Schlussdrittel noch einmal kräftig auf. Angefeuert von ihrem Goalie Remo Trüb, suchten sie die bedingungslose Offensive – mit Erfolg. Carlo Gruber gelang in der 42. Minute der ersehnte Anschlusstreffer zum 1:3. Jetzt witterte das Schenk-Team Morgenluft. Überfallmässig stürmte es immer wieder auf das Tor von Arosas Torhüter Marc Klingler zu. Es sollte aber weitere 12 Minuten dauern, ehe Goalgetter Viktor Nikolic zuschlug und das umjubelte 2:3 erzielte. Spannung und Stimmung erreichten nun ihren ultimativen Höhepunkt. Selbst von der ansonsten eher gemässigten Haupttribüne hallten laute «Hopp Dübendorf»-Rufe. Derart aufgeputscht, versuchten die Zürcher das Spiel mit allen Mitteln zu drehen. Das Bündner Traditionsteam geriet ordentlich ins Wanken, hielt dem starken Druck aber mit viel Glück und grossem Einsatz Stand und rettete den knappen Vorsprung schliesslich über die Runden. An die eigene Stärke glauben Damit steht Dübendorf gleich nach der ersten Halbfinalpartie, die keinen Verlierer verdient gehabt hätte, mit dem Rücken zur Wand. Wie in den vergangenen beiden Jahren droht das bittere Ausscheiden im Halbfinal. Doch die ungünstige Ausgangslage beunruhigt Schenk keineswegs. «Wir wollen jetzt nicht zurückblicken, sondern an unsere aktuelle Stärke glauben.» Diese stellten seine Spieler trotz der Niederlage gegen Arosa erneut unter Beweis. Um doch noch ins Playoff-Finale einzuziehen, müssen sich die Zürcher aber auswärts zwingend steigern.

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