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«Von der Gemeinde Horgen bin?ich schwer enttäuscht»

Kurt April hat mit seiner Interessengemeinschaft Ebnet den ersten privaten Gestaltungsplan der CS-Überbauung auf dem Schweiter-Areal zu Fall gebracht. In der neuen Version sind die meisten seiner Forderungen berücksichtigt.

Die CS präsentierte 2006 einen ersten Gestaltungsplan für das Schweiter-Areal. Die Interessengemeinschaft Ebnet wehrte sich gerichtlich dagegen. Die Baurekurskommission wie auch das Verwaltungsgericht gaben der IG mit ihren Einwendungen recht. Jetzt hat die CS den Gestaltungsplan komplett überarbeitet. Er könnte noch in diesem Jahr öffentlich aufgelegt werden. (mor) Mit Kurt April* sprach Res Hinterberger Ihr ursprüngliches Ziel war, den alten Gestaltungsplan vor die Gemeindeversammlung zu bringen. Nun hat Credit Suisse einen neuen Gestaltungsplan vorgelegt (TA?vom 30. Oktober). Werden Sie erneut Beschwerde einreichen? Das ist gar nicht mehr nötig. Ich bin mit dem neuen Gestaltungsplan sehr zufrieden. Wenn alles so umgesetzt wird, wie es im Gestaltungsplan steht, habe ich und die IG Ebnet nichts gegen das Bauvorhaben einzuwenden, da es gut ins Horgner Ortsbild passt. Die Gemeindeversammlung habe ich nur angestrebt, um beim alten Projekt die Notbremse zu ziehen. Hatten die Anwohner und die IG Ebnet Einfluss auf den neuen Gestaltungsplan? Indirekt sicher. Ich wurde zwar nicht zu Gesprächen eingeladen, aber als wir wegen des ersten Gestaltungsplans vor Gericht standen, kam es immer wieder zu Gesprächen zwischen Credit-Suisse-Vertretern und mir. Die CS hat also von meinen Anliegen gewusst, als sie den zweiten Gestaltungsplan ausgearbeitet hat. Sie haben mir zugesagt, dass sie in die neue Planung einfliessen werden. Ihr Einsatz hat sich also gelohnt? Es ist tatsächlich ein gutes Gefühl zu wissen, dass in der Schweiz eine einzelne Person gegen einen Riesenkonzern wie die CS ein Chance hat. Es ist schön zu wissen, dass man auch als kleines Individuum vor Gericht ernst genommen wird. Und die CS liess sich überzeugen: Immerhin wurde die Ausnützungsziffer von 7 Kubikmeter pro Quadratmeter auf 5,25 Kubikmeter pro Quadratmeter reduziert, und die Höhe der geplanten Gebäude wurde auch reduziert. Die Hauptforderungen wurden also erfüllt. Die CS hat gewusst, dass ich weiterkämpfen würde, wenn sie meine Forderungen nicht berücksichtigt hätte. Ich hätte auch bei diesem zweiten Gestaltungsplan via Öffentlichkeit oder, wenn nötig, via Gerichte auf meine Anliegen aufmerksam gemacht. Das hat sie akzeptiert und sich die Mühe gemacht, meine Anliegen zu berücksichtigen. Sie hatten Bedenken wegen der Zunahme des Anfahrtsverkehrs. Wurde dem nun Rechnung getragen? Das ist eher ein Problem der Gemeinde als des Projekts. Die Verkehrspolitik Horgens ist meiner Meinung nach seit längerem am Kränkeln. Hatten Sie auch mit der Gemeinde Kontakt? Nein. Von der Gemeinde Horgen bin ich schwer enttäuscht. Sie hat die Einwände der IG Ebnet und von mir von Anfang an ignoriert und sich konsequent geweigert, die Gemeindeversammlung über das Bauvorhaben abstimmen zu lassen. Das war und ist mir unverständlich. Kurt April ist Sprecher der Interessengemeinschaft Ebnet. ig-ebnet.blogspot.com «Es ist schön zu wissen, dass man vor Gericht ernst genommen wird.» Kurt April, Sprecher der Interessengemeinschaft Ebnet, Horgen Kurt April.

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