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Unliebsame Preise vergeben

Die Schöneggler küren an der Horgner Fasnacht mit beissendem Spott die unfreiwilligen Preisträger des «Goldige Schissiteckels» und anderer Awards.

Von Arthur Schäppi Horgen – Erst ist Trommelwirbel zu hören, dann erschallt es vielstimmig: «Juheissa hurra, d Schöneggler sind da.» Und schon stehen die weiss geschminkten Herren in Frack, karierter Hose und roter Fliege mitten im Horgner Restaurant Schönegg vor ihrem dicht gedrängten Schnitzelbank-Premierenpublikum. Während Akkordeonist Edy Meier tüchtig in die Tasten haut, auf der Bilderrolle von Karikaturist Peter Curiger das erste Sujetblatt umgeblättert wird, starten die Schnitzelbänkler zur glamourösen Preisverleihungsgala. Gepfefferter Wortwitz, pfiffiger Gesang, virtuose Musikalität und mit Hohn und Spott garnierter Dorfklatsch – das ist es, was das Publikum an der Schöneggler Schnitzelbank so sehr liebt und schätzt. Und mit lauten Lachsalven und immer wieder aufbrandendem Applaus begeistert verdankt. Prix Courage an Ausbrecher Den Prix Emmentaler verleihen die Schnitzelbänkler zur Melodie von «Die kleine Kneipe an unserer Strasse» sinnigerweise «de löchrige Chischte vo Horge», über die sich «die ganzi Schwiiz de Ranze voll lacht». Und der Prix Courage geht an den wagemutigen Knasti, der sich dort mit blossen Schuhbändeln und Gürtel abgeseilt hat. Für seinen heroischen Kampf zur Rettung des alten WC-Häuschens bei der reformierten Kirche hat auch der örtliche «Heimatschutz-Papst» eine Auszeichnung verdient: «Will er sich so gweert, wird er mit em ‹Goldige Schissiteckel› geert», trällern die Lästermäuler. «Pass uuf, pass uuf, das verschlaat dr fascht de Schnuuf!», hatten die Schöneggler zu Beginn ihres Auftritts schon mal vorsorglich gewarnt. Und spätestens beim hochdramatischen Kriminaltango ist dies dann auch der Fall. Verraten sei dazu nur so viel: Es geht um abgeschlagene Hydranten, ein geklautes Eisentor und um wilde Spe(c)kulationen rund um ein Säuli. Alle Auftrittsdaten im Internet unter www.schoeneggler.ch.

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