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Trampassagiere brutal attackiert

Vier betrunkene Jugendliche haben Studenten verprügelt und in einem Tram Passagiere angegriffen. Nun wurden sie verurteilt.

Von Attila Szenogrady Zürich – Die vier jungen Männer waren betrunken, als sie am 19. Juni 2009 am Neumühlequai in Zürich eine Gruppe von Studenten ansprachen. Sie fragten nach Zigaretten, doch die Studierenden hatten keine mit. Da gingen die vier jungen Männer zum Angriff über und traktierten die Studenten mit Fäusten, Bierdosen und einem Regenschirm. Nach der Attacke bestiegen die Täter ein Tram der Linie 3, griffen wahllos Fahrgäste an und verlangten Geld und Wertgegenstände. Leute, die das Tram verliessen, wurden mit Fusstritten bedacht. Einer 53-jährigen Schweizerin sprühten die Täter Pfefferspray ins Gesicht. Beim Bezirksgebäude verliessen sie das Tram und flüchteten. Zwei von ihnen konnte die Polizei kurz darauf an der Langstrasse festnehmen. Wenige Tage später sassen auch die beiden anderen in Untersuchungshaft. Haupttäter aus Regensdorf Nun mussten sich die Männer im Alter zwischen 20 und 23 Jahren wegen Angriffs und weiterer Delikte vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Die drei Schweizer und ein Kenianer sind geständig. Als Haupttäter gilt ein heute 21-jähriger Schweizer aus Regensdorf. Er musste sich zusätzlich für vier Raubüberfälle auf offener Strasse verantworten. Hinzu kamen mehrere Einbrüche. Das Gericht ging von einem erheblichen Verschulden aus und verurteilte sie zu Freiheitsstrafen. Die höchste Sanktion von zwei Jahren unbedingt kassierte der vorbestrafte Regensdorfer. Allerdings wurde der Strafvollzug zugunsten einer Massnahme für junge Erwachsene aufgeschoben. Er hat bereits in der Anstalt Uitikon-Waldegg eine Lehre begonnen. Auch der Afrikaner wurde in eine Arbeitserziehungsanstalt eingewiesen; anstelle einer unbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten.

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