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Titel (mind. 2-, max. 3-zeilig)«Ausschaffung light» in Hinwil

Der Kanton Zürich plant einen Neubau für Ausschaffungshäftlinge, die sich im Gefängnis positiv verhalten haben und deren Fluchtgefahr gering ist.

Von Stefan Hohler Zürich – Das Projekt befindet sich noch in der Anfangsphase und soll mittelfristig verwirklicht werden, wie Rebecca de Silva, Kommunikationsbeauftragte des Amts für Justizvollzug, sagt. Ein Feinkonzept existiere noch nicht. Die Ausschaffungshaft wird auch in Zukunft im Flughafengefängnis beginnen. Wenn sich der Häftling bewährt und die Fluchtgefahr als gering eingeschätzt wird, kann nach einer gewissen Zeit eine Versetzung in die «Ausschaffungshaft light» ins Auge gefasst werden. 50 geschlossene Plätze Das neue Gefängnis ist auf dem Areal des Vollzugszentrums Bachtel in Hinwil geplant. Dort befinden sich Insassen im offenen Vollzug; es handelt sich vor allem um Personen, die eine Ersatzfreiheitsstrafe absitzen müssen, weil sie schuldhaft Geldstrafen oder Bussen nicht bezahlt haben. Für die Ausschaffungshäftlinge ist ein Neubau in Leichtbauweise geplant, entweder mit Containern oder mit vorgefertigten Bauelementen. Er soll rund 50 geschlossene Plätze aufweisen. Die Ausschaffungshäftlinge befinden sich also nicht im offenen Vollzug. Das Gebäude ist allerdings weniger stark gesichert als das Flughafengefängnis. Verstösst ein Häftling in der «Ausschaffungshaft light» gegen die Regeln oder flüchtet er, wird er wieder ins Flughafengefängnis zurückversetzt. Wie teuer der Neubau wird und wann er realisiert wird, kann de Silva noch nicht sagen.Es gehe beim Projekt nicht primär darum, Plätze im Flughafengefängnis freizumachen, sagt de Silva. Man sei nicht am Anschlag, die Auslastungsrate betrage 83 Prozent. Man wolle mit dem neuen Konzept eine gewisse Vollzugslockerung für Häftlinge erreichen, bei denen keine Fluchtgefahr besteht.

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