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theater waaghaus winterthur

puppentheater Hilfe, zwei Riesen marschieren durch die Winterthurer Altstadt! Aber keine Angst, die beiden Figuren – eine davon gut drei Meter hoch – sind nur aus Maschendraht und Plastikfolie. Sie wurden speziell zum Jubiläumsfest der Winterthurer Marionetten gebaut. Am Samstag stelzen sie zwischen 10 Uhr und 16 Uhr durch die Altstadt und locken Gross und Klein an die Marktgasse 25. Dort feiert das Marionettentheater im Waaghaus sein 40-jähriges Bestehen, und die Winterthurer Marionetten feiern ihre fünfzigste Theatersaison mit einem abwechslungsreichen Kinderprogramm. «Wir wollten mehr als eine kleine Überraschungsvorstellung zeigen. Darum bieten wir den Kindern und Familien auch einen Rätselparcours an, damit sie gemeinsam etwas unternehmen können», sagt Ursula Bienz, Theaterleiterin und Schwiegertochter des Gründerpaares Trudi und Peter Bienz. Im und um das Theater sind Bilder, Figuren und Sätze versteckt, die die Kinder mit Detektivsinn aufspüren sollen: Welcher Satz gehört zu welcher Figur und zu welchem Bild? Welches Märchen steckt dahinter? Wer das Geschichtenrätsel löst, kann in der Theaterwerkstatt aus einfachsten MaterialienFinger-, Hand- und Stabpuppen oder Tisch-figürchen herstellen. Man staune, was aus alten Socken, Ärmelstoff, Karton und Wolle alles zum Leben erweckt werden kann! Den Abschluss des Kinderprogramms bildet die märchenhafte Aufführung «Fritz, Franz & Ferdinand» am Sonntagnachmittag. Die Drillingsprinzen werden in Güggel verwandelt und können erst durch den Kuss einer Prinzessin zurückverwandelt werden. Also begeben sich die drei auf eine abenteuerliche Reise in die Märchenwelt. Aber hier lauert auch schon Rotkäppchens Wolf auf frisches Hühnerfleisch! 1960 war das Geburtsjahr der Winterthurer Marionetten. Trudi und Peter Bienz inszenierten die «Bremer Stadtmusikanten». Damit begann ihre lebenslange Leidenschaft fürs Marionettentheater, das heute in zweiter Generation von Schwiegertochter Ursula Bienz geleitet wird. In den Anfängen wurden die Stücktexte auf Revox-Bänder aufgenommen und während der Vorstellungen abgespielt, damit sich die Marionettenspieler auf die Puppenführung konzentrieren konnten. «Mein Vater war ein Bekannter der Familie Bienz, deshalb war ich manchmal im Theater.» Mit fünfzehn durfte Ursula dann endlich selber Hand anlegen und beim Bühnenbau mithelfen: «Ich wusste sofort: Das Marionettentheater ist mein Leben.» Mit dieser Leidenschaft steckte sie später auch ihre vier Kinder an. Das Ensemble der Winterthurer Marionetten bestand immer schon aus Mitgliedern der Familie, Freunden und Fachpersonen, die sich für die Vielfalt und Qualität der Eigenproduktionen einsetzen. Bienz legt viel Wert auf ein sorgfältiges und abwechslungsreiches Stückangebot. Ob für Erwachsene oder Kinder, das Waaghaus ist offen für die verschiedensten Richtungen des Figurentheaters, vom Puppenspiel zum bis Schattentheater. «Wichtig ist, dass der Funke zündet und das Publikum von der Geschichte und vom Figurenspiel berührt und begeistert wird.» Alles begann mit vier rebellischen Tieren: Mit den «Bremer Stadtmusikanten» wurden 1960 die Winterthurer Marionetten ins Leben gerufen. Sa 10–16 Uhr / So 10–15 Uhr: Parcours und Basteln. Ab 3 Jahren So 15.30 Uhr: Vorstellung «Fritz, Franz & Ferdinand». Ab 6 JahrenEintritt frei Bild: Theater im Waaghaus / zvg

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