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Sulanders Fieber, Wägers Tanz

Derbyfieber (2) Zum fünften Mal treffen sich Kloten und der ZSC ab Samstag in einer Playoff-Serie – beim zweiten Mal setzte es eine Überraschung ab. Es ist das erste Jahr von Ari Sulander, die Saison 1998/99, und der ZSC spielt so konstant, wie man das vorher nie für möglich gehalten hätte. Die Löwen werden Zweite, Wladimir Jursinow landet mit den Klotenern auf Rang 7. Fast alles scheint im Viertelfinal für den ZSC zu sprechen, der alle fünf Derbys der Qualifikation gewonnen hat, doch dann taucht am Horizont des Stadtklubs eine dunkle Wolke auf: Sulander spürt das Derbyfieber etwas zu sehr – über 39?Grad zeigt das Thermometer kurz vor dem Start der Serie an. Der Finne steht zum Auftakt trotzdem ins Tor und überzeugt beim 3:1. In der Folge verflüchtigt sich aber die Überlegenheit des ZSC, und der müde wirkende Sulander sieht zusehends aus wie ein «normaler» Goalie. Die Flieger verstehen es, den Rivalen in ein zähes Duell zu verwickeln. Eines auch, das Emotionen weckt. Mit einem üblen Stockfoul eliminiert Matthias Schenkel in Spiel 2 Christian Weber. Die Serie wogt hin und her. Kloten geht 2:1 in Führung, dann verschafft sich der ZSC zwei Matchpucks. Im Finish gehen ihm aber die Spieler aus. Die jüngeren Flyers haben die frischeren Beine, wobei ausgerechnet ein «Senior» zur Schlüsselfigur wird: Roman Wäger, der mit 36 für das Playoff von Thurgau für einen letzten Tanz zu Kloten zurückgekehrt ist. In Spiel 6 erzielt der Nostalgiesturm mit ihm und Hollenstein beim 8:5 fünf Tore, im siebten Match im Hallenstadion steuert Wäger zum 3:1-Sieg das wegweisende 2:0 bei. «Wenn es doch nur ein anderer Gegner als Kloten gewesen wäre», klagt ZSC-Coach Kent Ruhnke. Doch trotz Enttäuschung blickt er voraus. Nächste Saison, wenn noch die Nationalspieler Salis, Seger und Baldi dazukämen, sei mehr möglich. In der Tat. Gut 13 Monate später wird der ZSC erstmals seit 39 Jahren wieder Meister.(sg.)

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