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Stürmische Flyers – und Sturm um Ambris Laporte

Die Kloten Flyers besiegten Ambri 5:2 – im Tessin steht Köbi Kölliker als Ersatz für Trainer Laporte bereit.

Von Etienne Wuillemin, Kloten Mathias Bieber erzielte gerade seinen zweiten Hattrick der Saison zum 5:2, als der Blick von Ambri-Coach Benoit Laporte immer leerer wurde. Ambri liegt nach der elften Niederlage im zwölften Spiel abgeschlagen am Tabellenende. Und die Zeichen aus der Leventina deuten auf einen schnellen Abgang Laportes. Es stehen stürmische Zeiten bevor. Oben auf der Tribüne verliess der ehemalige Ambri-Captain Köbi Kölliker eine Minute vor Schluss das Stadion. Kölliker wird schon seit geraumer Zeit als Nachfolger von Laporte gehandelt. Gestern gab er sich davon noch unbeeindruckt: «Ambri hat einen Trainer, und es spielt, wie wir sehen, nach wie vor Eishockey. Die Frage, ob ich Trainer werde, stellt sich nicht.» Vor dem Spiel sagte Kölliker gar, er habe auf der Fahrt nach Zürich noch nicht gewusst, ob er ins Hallenstadion oder in die Kolping-Arena gehe. Vor dem ersten Bully kündigte Ambri-Geschäftsführer Jean-Jacques Aeschlimann an, dass nach dem Spiel in Kloten eine erste Bilanz gezogen werde. «Jetzt haben wir gegen jedes Team mindestens einmal gespielt und analysieren die Lage.» Für die Minuten unmittelbar nach dem Spiel sei aber, was die Trainerfrage betrifft, noch keine Entscheidung geplant, bekräftigte Aeschlimann. Die Klotener kümmerte die Ambri-Krise wenig. Dank einer grundsoliden Leistung und dem daraus folgenden 5:2 überholten sie in der Tabelle den HC Davos. Sie stehen neu auf Rang zwei. Flückiger kaum gefordert Auffallend neben Vollstrecker Bieber war Flyers-Torhüter Michael Flückiger. Der mittlerweile 26-Jährige erhielt in dieser Saison zum ersten Mal die Chance, sich auszuzeichnen. Sportchef Jürg Schawalder hatte vor dem Spiel klargestellt: «Dieser Entscheid bedeutet nicht, dass wir Ambri unterschätzen.» Es war aber auch nicht so, dass Flückigers Nomination die Verteidiger zur übermässigen Unterstützung des eigenen Goalies inspiriert hätte. Es war gegen ein bescheidenes Ambri nicht nötig. Bieber in Unterzahl und Rintanen in Überzahl entschieden das Spiel im Mitteldrittel. Nach dem hervorragend herauskombinierten 4:1 von Bieber kurz nach Beginn des letzten Abschnitts gelang Ambri durch Kutlak zwar noch einmal der Anschluss. Spätestens als Bieber gut fünf Minuten vor Schluss ein drittes Mal traf, war Ambri geschlagen. Der 24-jährige Powerflügel Bieber, der vor dieser Saison aus Langnau nach Kloten gewechselt hatte, entpuppte sich nicht zum ersten Mal als grosse Verstärkung für die Flyers. Bieber hat nach zwölf Spielen bereits acht Tore erzielt. In dieser Form kommt auch Nationalcoach Sean Simpson kaum an ihm vorbei. Die Kloten Flyers haben nach den Niederlagen gegen den ZSC und Zug wieder in die richtige Spur gefunden. Heute Abend in Zug bietet sich ihnen die Chance zur Revanche für die Niederlage von letztem Samstag. Derweil plagen Ambri ganz andere Sorgen. Während die Spieler die letzten Minuten kampflos über sich ergehen liessen, posierte Köbi Kölliker oben auf der Tribüne mehr oder weniger freiwillig für eine Fotografin des HC Ambri Piotta.

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