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Stinkefinger und Flaschen gegen Arbeiter

Die Männer in Orange müssen am Autobahnrand einiges ertragen.

Autobahnsanierung Von Ruedi Baumann Winterthur – Die Angestellten der Autobahnwerkhöfe und der Strassenbaufirmen haben einen gefährlichen Job – und einen undankbaren. Genervte Autofahrer machen sie immer wieder zu den Sündenböcken für Staus. «Wir stehen jeden Morgen auf – oder arbeiten ganze Nächte durch –, um den Verkehr überhaupt möglich zu machen», sagt Strasseninspektor Reto Färber. «Doch was meine Leute immer häufiger erleben, ist sehr belastend.» An Stinkefinger und Fäuste haben sich die Männer am Strassenrand längst gewöhnt. Auch an die gängigen Schimpfwörter aus den Autofenstern. «Wir sind halt die Blitzableiter für gestresste Autofahrer», sagt Färber. Kürzlich bekam ein Arbeiter eine halb volle PET-Flasche an den Kopf, ein anderer einen Apfel. Ein Angestellter des Werkhofs Winterthur wurde vor ein paar Jahren vom Seitenspiegel eines Autos gestreift, obwohl er einen Meter innerhalb der Markierung stand. Wäre er nur eine Hand breit weiter draussen gestanden, hätte ihn das Auto erfasst. «Besonders nervig ist das Hupen», sagt Strasseninspektor Färber. «Denn Hupzeichen sind für die Strassenarbeiter immer Alarmsignale.» Absichtlich angefahren «Die Aggressionen im Verkehr nehmen klar zu», stellt Reto Färber fest. Kürzlich wurde eine Frau, Angestellte eines zivilen Verkehrsdienstes, die an einer Strassensperre im Weinland Autos aufhalten musste, von einem Automobilisten absichtlich angefahren. Der Mann wurde später erwischt.

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