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Senioren äussern Wohnwünsche

Zum Gedankenaustausch über Wohnen im Alter hatte das Seniorenforum Experten wie Gemeinderäte geladen. 70 Thalwiler diskutierten gestern angeregt.

Von Gaby Schneider Thalwil – Ob sie noch mehr Alterswohnungen rund ums Alterszentrum Serata angliedern oder eher dezentrale Wohnangebote in den Quartieren realisieren soll, das war eine der Fragen, die die Gemeinde Thalwil gestern stellte. Das Seniorenforum als Bindeglied zwischen Einwohnern und Politik diskutierte an seinem dritten «Altersnachmittag». Zur Einführung berichtete der Altersforscher François Höpflinger über Trends, nämlich den gleichzeitigen Wunsch nach Individualismus und gelebter Nachbarschaft. Er differenzierte zwischen jungen Alten (55 bis 75 Jahre) und alten Alten (ab 75 Jahre). Von den jungen Alten lebt die Hälfte in der eigenen Wohnung oder im Eigenheim. Neu würden von dieser Gruppe vermehrt generationenübergreifende Wohnformen gewünscht. Bei den Zahlen der über 90-Jährigen hätten sich die Prognostiker stark verschätzt, sagte Höpflinger. 2030 würden in der Schweiz 147 900 über 90-Jährige leben, ursprünglich hatte man mit 67 400 gerechnet. Da in dieser Altersgruppe die Demenzrate ein Drittel betrage, müsse die Politik zusätzliche Wohnangebote zu realisieren. Belohnung für Eigentümer Sozialvorstand Peter Klöti (FDP) zitierte aus dem Thalwiler Altersleitbild: «Wir unterstützen eine selbstständige Lebensführung.» Damit zeigte er auf, was in Thalwil in Sachen Wohnen im Alter bereits geschehen ist, nämlich der Bau des Alterszentrums Serata. Liegenschaftenvorsteher Andreas Federer (CVP) sagte, es sei schwierig, dass die öffentliche Hand an Liegenschaften für derlei Wohnzwecke herankomme, und verwies auf die Revision der Bau- und Zonenordnung, die einen gewissen Anteil an günstigen Wohnungen belohnen soll. Weitere Vorstellungen für Wohnen im Alter äusserten die Teilnehmenden in Gruppen: Eine 2½-Zimmer-Wohnung für eine Person sei durchaus akzeptabel, ebenso für Ehepaare 3½ Zimmer, zumal viele Paare im Alter getrennte Schlafzimmer bevorzugen würden. Hindernisfreie Wohnungen und dezentrale Angebote, das wurde in allen Gruppen gewünscht.

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