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Schwellen für Freienstein – vorerst aber kein Tempo 30

Der Verkehr in Freienstein soll mit verschiedenen Massnahmen beruhigt werden. Diese sollen rund 200 000 Franken kosten.

Von Amir Ali Freienstein-Teufen – Verkehrsberuhigung und Tempo 30: Für manche Leute sind das Reizworte. Entsprechend behutsam geht der Gemeinderat von Freienstein-Teufen bei der Planung der verkehrstechnischen Zukunft vor. Vor einem Jahr hatte sich an einem Informationsabend eine Mehrheit der Anwesenden grundsätzlich für verkehrsberuhigende Massnahmen ausgesprochen. Eine Umfrage, die der Gemeinderat diesen Sommer in der Bevölkerung durchführte, bestätigte diesen Eindruck (der TA berichtete). 60 Prozent der Bevölkerung akzeptieren demnach eine Tempo-30-Zone im Allgemeinen als «sinnvolle Sache» oder «notwendiges Übel». Für die Einführung einer Tempo-30-Zone in Freienstein ergab sich jedoch nur eine knappe Mehrheit von 53 Prozent, in Teufen sagten gar nur 42 Prozent Ja zu dieser Massnahme. Am Montagabend hat der Gemeinderat nun erneut einen Informationsanlass zum Thema durchgeführt, zu dem rund 80 Interessierte erschienen sind. Die Behörde präsentierte die Massnahmen, die sie – gestützt auf die Umfrageergebnisse, Geschwindigkeitsmessungen und ein Verkehrsgutachten – als nächste Schritte ins Auge fassen will. Aufpflästerung soll helfen «Fakt ist», sagt Gemeindeschreiber Marco Suter, «dass auf unseren Strassen im Durchschnitt zu schnell gefahren wird.» Dennoch sei Tempo 30 vorerst kein Thema. Man habe sich vielmehr für ein schrittweises Vorgehen entschieden. Im kommenden Sommer sollen nach dem Willen des Gemeinderates im Freiensteiner Dorfzentrum verschiedene Schwellen gebaut werden. Betroffen sind insbesondere die Dorf- und die Dättlikerstrasse. Im Ortsteil Teufen liegt der Schwerpunkt laut Marco Suter beim Kindergarten an der Irchelstrasse. Dort soll ein Übergang realisiert werden. Das Hauptanliegen des Gemeinderates ist eine sogenannte Aufpflästerung der Dorfstrasse im Bereich zwischen dem Gemeindehaus und der Volg-Filiale. Die leichte Erhöhung der Fahrbahn und die optische Abgrenzung durch Pflastersteine soll dem Abschnitt den Charakter eines Dorfzentrums verleihen. Zudem erhofft man sich von der Massnahme eine psychologische Wirkung auf die Autofahrer und eine Beruhigung des Verkehrs. Tempo 30 als letztes Mittel Die Kosten für die vorgeschlagenen baulichen Veränderungen schätzt Suter auf rund 200 000 Franken. Sollte in der Folge festgestellt werden, dass die Massnahmen nicht greifen, will der Gemeinderat in weiteren Schritten die teilweise oder flächendeckende Einführung von Tempo 30 prüfen. Bei den vorgeschlagenen Massnahmen handelt es sich allerdings vorerst lediglich um eine Absichtserklärung des Gemeinderates, wie er in seiner Stellungnahme festhält. Der definitive Beschluss soll im November fallen und im März vor die Gemeindeversammlung kommen.

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