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Schinderei auf zwei Rädern

In vier Monaten fällt für den Eglisauer Philipp Amhof und sein Team in Kalifornien der Startschuss zum härtesten Radrennen der Welt.

Von Alexander Lanner Eglisau – Race Across America – so heisst die ultimative Herausforderung für jeden Velofahrer. Vom Pazifik bis zum Atlantik sind rund 5000 Kilometer quer durch die USA zu bewältigen – durch die brütende Hitze der Wüste und über 3000 Meter hohe Pässe. Zu diesem mörderischen Nonstop-Rennen tritt der 30-jährige Eglisauer Philipp Amhof an. Zusammen mit dem Rümlanger Ronny Dux, Simon Wirth aus Gossau SG und Urs Samtleben aus Henggart wird er in der Vierer-Team-Konkurrenz starten. Amhof bildet dabei mit Wirth ein Duo. «Wir werden während vier Stunden im Einsatz stehen und uns etwa alle 30 Minuten abwechseln», sagt der Inhaber eines Velofachgeschäfts in Bülach. Durch diese kurzen Intervalle könne das Tempo hoch gehalten werden, ausserdem belaste man so Oberkörper und Rumpf nicht über längere Zeit ohne Unterbruch. Während der vierstündigen Pause nimmt das zweite Duo die Strecke in Angriff. «In dieser Zeit müssen Simon und ich essen und uns erholen», sagt der Zeitfahr-Schweizermeister der Amateure von 2009. An richtigen Schlaf sei aber nicht zu denken. «Auf keinen Fall dürfen wir in die Tiefschlafphase fallen.» Bis man danach wieder auf Touren komme, würde es viel zu lange dauern. Wenn sie es in weniger als sechs Tagen ins Ziel schaffen, komme er pro Tag auf etwa viereinhalb Stunden Schlaf. «Den grössten Respekt habe ich deshalb vor dem Schlafmangel», sagt Amhof. Im Moment dreht Amhof seine Trainingsrunden nicht auf der Strasse. Bei den kalten Temperaturen würde der Körper zu viel Energie zum Wärmen verbrauchen. Sein Velo steht deshalb zuhause vor dem Fernseher auf der Rolle. Darauf verbringt er acht bis zehn Stunden pro Woche. Amhofs Programm ist bis zur Zieleinfahrt in Annapolis akribisch durchgeplant. Was danach kommt, weiss er nicht. «Ich habe mich noch für keine Rennen angemeldet.» Fest stehe aber, dass das Rave Across America ein einmaliges Erlebnis bleibe. Für einen Freizeitsportler wie ihn wäre der Aufwand für eine zweite Teilnahme zu gross. Das Abenteuer kostet für das ganze Team über 100 000 Franken. Philipp Amhof.

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