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Schienen für Zürich Ausbau der Bahnlinie Zürich–Winterthur. Kantonale Abstimmung vom 26. 9.

Schienen für Zürich Ausbau der Bahnlinie Zürich–Winterthur. Kantonale Abstimmung vom 26. 9. Tunnel wird nicht verhindert. Der VCS suggeriert, es geschehe nichts beim Ausbau der Bahnstrecke Zürich–Winterthur, und es gehe nur um Tunnel ja oder nein. Dem ist nicht so. Daher lehnt der Verein zur Förderung des öffentlichen Verkehrs im Kanton Zürich (VöV) diese Initiative ab. Mit folgenden Argumenten: Der kurz- und mittelfristige Ausbau dieser Strecke ist bereits beschlossen, und damit ist ein grosser Teil der Initiativforderungen erfüllt. Bis 2018 werden 580 Millionen Franken in diese Strecke investiert. Wieso soll der Kanton Zürich mit 500 Millionen Franken Projekte vorfinanzieren, die vom Bund als abgespeckte Variante beschlossen, teilweise realisiert und finanziert werden? Abgesehen davon, würde sich eine Vorfinanzierung zur definitiven Finanzierung durch den Kanton entpuppen, da Vorfinanzierungen nur für bewilligte Projekte möglich sind. Mittel- bis langfristig soll aber auch eine Tunnellösung nicht verhindert werden. Regierungs- und Kantonsrat stehen hinter dieser Lösung im Rahmen von Bahn 2030. Ein solcher Tunnel wird vom Bund finanziert. Die bewährte Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen soll nicht gefährdet werden. Eine Abkehr davon wäre weder einer nachhaltigen Verkehrs- und Raumpolitik förderlich noch einem zeitgemässen Föderalismus. Kantonale Finanzen sollen für kantonale Projekte eingesetzt werden. Die 500 Millionen Franken würden im kantonalen Verkehrsfonds fehlen für dringliche kantonale ÖV-Projekte wie Ausbau der S-Bahn und der Stadtbahnen in den grossen Stadträumen. Peter Anderegg, DübendorfVizepräsident VöV Bund will Brüttenertunnel nicht. Der Brüttenertunnel ist kein Anliegen des Bundes, denn er ist weder im Projekt Bahn 2030 noch im Bundessachplan Verkehr enthalten. Die Überlastung der Strecke Effretikon–Winterthur ist hauptsächlich eine Folge der Zürcher S-Bahn. Für den internationalen und nationalen Personenverkehr sowie für den Güterverkehr genügen gemäss Angaben des Bundes und den SBB die vorhandenen zwei Spuren. Nicht so jedoch für die Zürcher S-Bahn. Die S-Bahn zwischen Zürich und Winterthur ist schon lange an der Leistungsgrenze angelangt. Ohne Ausbau auf vier Spuren sei es nun entlang der bestehenden Strecke oder mit einem Tunnel kann das S-Bahn-Angebot nicht mehr ausgebaut werden. Und das nicht nur im Korridor Zürich–Winterthur, sondern im ganzen Kanton. Für den Bund ist die Rechnung sehr rasch gemacht: Wenn ein Ausbau hauptsächlich wegen der S-Bahn nötig ist, hat sich der Kanton Zürich daran massgeblich zu beteiligen. Nach den heutigen Spielregeln bedeutete dies ein Kostenanteil bis zu 80 Prozent. Im Fall eines Brüttenertunnels müsste sich der Kanton also mit einem Beitrag von bis zu 1000 Millionen Franken beteiligen. Das ist ein nicht verkraftbarer Brocken! Da aber auch der Ausbau auf vier Spuren aus Sicht des Bundes nicht oberste Priorität geniesst die Bahn 2030 muss schliesslich noch viele Hürden in den eidgenössischen Räten durchlaufen , will die Initiative die Beschleunigung des Ausbaus durch eine Mitfinanzierung durch den Kanton Zürich erreichen. Paul Stopper, Uster Dipl. Bauing. ETHZ/Verkehrsplaner

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