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Saubannerzug durch Eglisau

Unbekannte haben am Wochenende im Städtchen eine Schaufensterscheibe eingeschlagen und Steine in die Fenster eines Hauses und eines Autos geworfen.

Von Kathrin Morf Eglisau – «Dass jemand eine solche Zerstörung anrichtet, ist frustrierend», ärgert sich Susi Frischknecht am Samstagmittag. Die Eglisauerin kehrt mit Schaufel und Besen gerade die Scherben im Schaufenster des Vereins Viva Eglisau zusammen. Unbekannte haben dieses in der Nacht auf Samstag mit zwei Steinen zerschmettert. In einem Abbruchhaus gleich bei der Bushaltestelle Viehmarkt empfängt Viva Eglisau Besucher und Einheimische mit ihrem hübsch dekorierten Fenster. «Ich war schockiert, als ich heute Morgen vom Vandalenakt erfahren habe», erzählt Frischknecht, die für die Dekoration im Fenster zuständig ist. Erst vor kurzem hat sie dieses mit den neuen Flugblättern geschmückt. «Ich habe viele Komplimente dafür erhalten», sagt sie. Langeweile als Ursache? Das Schaufenster des Vereins ist aber nicht der einzige Ort der Verwüstung, welche die Vandalen am Wochenende hinterlassen haben. An einem Auto, das beim Stadtgraben parkiert war, wurden die Front- und die Seitenscheibe zertrümmert, und auch die Fenster des Hauses, in dem der Mittagstisch untergebracht ist, wurden eingeworfen. Nicht zum ersten Mal, weiss ein Dorfbewohner, der gerade vorbeigeht. Die Fenster seien schon mehrmals zerstört worden. Kleinere Vandalenakte ereigneten sich immer wieder mal – dieses Ausmass sei aber neu in Eglisau, meint Susi Frischknecht kopfschüttelnd. Dass die Zerstörungstour gegen Viva Eglisau gerichtet ist oder dass die Vandalen ihre Empörung über das geplante Asylzentrum in der Gemeinde ausdrücken wollten, glauben sie und andere Vereinsmitglieder indes nicht. Langeweile und die Freude an der sinnlosen Zerstörung hätten die Unbekannten wohl angetrieben. Dieser Ansicht ist auch Ruth Zurbuchen, die Besitzerin des beschädigten Autos. Am Morgen klingelte ein Nachbar an ihrer Tür und teilte ihr mit, Vandalen hätten ihr Auto als Zielscheibe gewählt. Fassungslos besichtigte die Seniorin kurz darauf die Zerstörung – im Innern des Wagens lag ein runder Stein. «Gestohlen haben die Täter aber nichts», sagt Zurbuchen. Die Betroffenen haben bei der Polizei Anzeige erstattet. Um Spuren zu sichern, haben die Beamten die Steine mitgenommen, welche die Vandalen in die Scheiben donnerten. Susi Frischknecht von Viva Eglisau beseitigt die Spuren der Zerstörung.Foto: kam

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