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Sanktionen gegen Schumacher

Sauber brachte am GP Ungarn erstmals in dieser Saison beide Fahrer in die Punkteränge. Den Sieg holte sich der Australier Mark Webber.

Peter Sauber wird das 300. Grand-Prix-Wochenende seines Rennstalls am Schweizer Nationalfeiertag in bester Erinnerung behalten. «Das war eine grossartige Leistung der Fahrer und des Teams», lobte der Patron, der vorletzte Woche schon das 40-Jahr-Jubiläum seines Unternehmens zelebriert hatte. Pedro de la Rosa gewann in Mogyorod bei Budapest als Siebter seine ersten sechs Punkte für das Hinwiler Team. Kamui Kobayashi kämpfte sich vom 23. Startplatz auf den 9. Schlussrang vor. Dabei waren die Erwartungen im Vorfeld wegen der vielen langsamen Kurven des Hungarorings nicht gerade gross gewesen. Der von Position 9 aus gestartete De la Rosa büsste bis ausgangs der ersten Kurve zwar Terrain ein, profitierte dann aber von einer Safetycar-Phase sowie den Ausfällen von Nico Rosberg, Robert Kubica und Lewis Hamilton. Kobayashi kam auf den ersten Metern vorzüglich weg, machte sieben Positionen gut und gehörte ebenfalls zu den Gewinnern der Rennneutralisation. Der Japaner zeigte auch vor dem grössten Namen keinen Respekt, als er Rekordweltmeister Michael Schumacher überholte. Sanktionen gegen Schumacher Sébastien Buemi wurde nach dem Start von Position 15 aus von ebendiesem Schumacher abgedrängt und fiel weit zurück. Nach der Safetycar-Phase fuhr der Westschweizer lange hinter dem siebenfachen Weltmeister her. Er beendete das Rennen unmittelbar hinter Schumacher im 12. Rang. Der Deutsche hatte in der 65. Runde für Aufregung gesorgt, als er seinen ehemaligen Ferrari-Teamkollegen Rubens Barrichello fast in die Mauer drängte, als dieser ihn überholen wollte. Die gefährliche Aktion wurde nachträglich geahndet, Schumacher wird in der Startaufstellung des nächsten Rennens am 29. August in Spa (Be) um zehn Plätze nach hinten versetzt. Die Safetycar-Phase brachte Würze in das zuvor unspektakuläre Rennen. Nötig geworden war der Einsatz wegen einer herumliegenden Frontflügel-Endplatte vom Auto des Italieners Vitantonio Liuzzi. Mark Webber, der beim Start von Fernando Alonso auf den 3. Platz verdrängt worden war und seine Chance auf den Sieg schon vergeben zu haben schien, legte als einziger Spitzenfahrer nicht sofort den Pflichtstopp ein. Der Australier übernahm die Führung und fuhr genug Vorsprung heraus, sodass er den obligaten Reifenwechsel später nachholen konnte, ohne in Bedrängnis zu geraten. Neustart verpasst Die Red-Bull-Boliden waren der Konkurrenz deutlich überlegen und pro Runde eine Sekunde schneller als die aktuelle Nummer 2 Ferrari. Der Sieger hätte allerdings nicht Mark Webber, sondern Sebastian Vettel heissen müssen. Doch als der Safetycar die Strecke wieder verliess, verschlief der Deutsche den Neustart. Er hatte nichts gesehen und mangels Funkkontakt nichts gehört. Dieses Malheur allein hätte Vettel nicht um den Erfolg gebracht. Doch weil der Abstand auf Vordermann Webber zum Zeitpunkt des Neustarts grösser als die zulässigen zehn Autolängen war, wurde Vettel mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Statt zuoberst auf dem Podest stand er am Ende auf Platz 3. Dank Vettels Missgeschick übernahm sein Teamkollege Webber vor der vierwöchigen Pause bis zum nächsten Grand Prix in Belgien wieder die WM-Führung. Der bisherige Leader Lewis Hamilton schied in der 24. Runde mit Getriebeschaden aus. Dessen McLaren-Teamkollege Jenson Button kam nicht über Rang 8 hinaus und ist nur noch WM-Vierter. (Si)

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