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Rieter vor Reorganisation

Der Verkauf der Autosparte ist gescheitert. Morgen sagt Rieter, wie es weitergeht.

Von Andreas Flütsch Der Winterthurer Industriekonzern will seit längerem seine margenschwache Autosparte abstossen. Rieter hatte zwei konkrete Angebote zur Prüfung auf dem Tisch (TA vom 4. Februar). Die Kaufinteressenten wollten jedoch nicht so viel bieten, dass sich ein Deal für die Winterthurer gelohnt hätte. Im Gegenteil: Ein Verkauf des Autozulieferers zu diesen Preisen hätte in die Bilanz von Rieter ein zu tiefes Loch gerissen, heisst es im Umfeld des Unternehmens. Darum habe man die Variante Verkauf fallen lassen. Rieter hat nach Jahren mit Verlusten von insgesamt 600 Millionen Franken im Jahr 2010 den Turnaround geschafft. Der Konzern hat 2010 schwarze Zahlen geschrieben, erfuhr der TA aus guter Quelle. Das Geschäft der Sparte Textilmaschinen zog so stark an, dass es bereits wieder erste Lieferengpässe gab. Auch die punkto Umsatz deutlich grössere Autosparte, die auf Hitzeschilder und Lärmdämmungen für die grossen Automobilfirmen spezialisiert ist, hat sich dem Vernehmen nach gut erholt. Das Hauptproblem des Autozulieferers bleibt jedoch ungelöst: Seine Marge liegt auch in guten Zeiten sehr viel tiefer als im Textilgeschäft. Zudem wurde in der letzten Krise klar, dass das Autogeschäft seine ursprüngliche Daseinsberechtigung – nämlich einen Ausgleich zum hoch zyklischen Textilgeschäft zu schaffen – verloren und stattdessen riesige Verluste gemacht hat. Wie weiter, nachdem die Variante Verkauf gescheitert ist? Rieter präsentiert morgen die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2010. Bei dieser Gelegenheit werde Rieter auch über die Zukunft des Autogeschäfts und eine Neuausrichtung des Konzerns informieren, heisst es im Umfeld des Unternehmens.

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