Zum Hauptinhalt springen

Regierung will Uetliberggipfel nicht unter Naturschutz stellen

Zürich/Stallikon – Die Kantonsregierung bezeichnet den Uto Kulm als «wichtiges und viel begangenes Ausflugsziel». Es sei deshalb nicht zielführend, «diesen Bereich ausschliesslich unter Gesichtspunkten des Naturschutzes weiterzuentwickeln». Dies schreibt sie in ihrer Antwort auf ein Postulat von SP, Grünen und EVP. Diese Allianz will den Uetliberggipfel unter Naturschutz stellen. Das Parlament hatte den Vorstoss Anfang 2009 überraschend überwiesen: mit 79 zu 77 Stimmen, gegen den Willen von SVP, FDP, EDU – und der Regierung. Nun empfiehlt die Exekutive, das Postulat abzuschreiben. Das Parlament wird sich in einer ihrer kommenden Sitzungen damit befassen. Der Regierungsrat verweist in seiner Begründung auf die fortgeschrittene Entwicklung auf dem Uto Kulm: Unter Führung von Baudirektor Markus Kägi (SVP) hatte sie im Frühjahr 2009 beantragt, aus der Spitze des Uetlibergs, einem Landwirtschaftsgebiet, eine Erholungszone zu machen. Sie tat dies, obschon der Gipfel als Teil des rund 40 Quadratkilometer grossen Gebiets Albiskette–Reppischtal im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung verzeichnet ist. Der Kantonsrat genehmigte im Juni letzten Jahres die Änderung des Richtplaneintrages mit 110 zu 58 Stimmen. Möglich wurde dies, weil die Allianz, welche das Postulat unterstützt hatte, auseinandergebrochen war. Gegen das Geschäft hatten geschlossen bloss SP und Grüne gestimmt, dazu einige Grünliberale und EVPler. Somit fehlten Stimmen aus der CVP, der GLP und EVP. Die Linke witterte Zeichen der «Berlusconisierung» im Kanton Zürich. Mit der Richtplanänderung hat das Parlament die Voraussetzung geschaffen, dass die seit 2002 illegal erstellten Teile des Hotels Uto Kulm nachträglich zonenkonform werden.(sth)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch