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Raum im Thalwiler Gewerbe- und Kulturzentrum wird günstiger

Das Interesse am geplanten Gewerbe- und Kulturzentrum ist klein. Die geforderten 50 Prozent der Nutzfläche sind noch nicht verkauft.

Von Rahel Urech Thalwil – Zu teuer sei das Stockwerkeigentum im geplanten Gewerbe- und Kulturzentrum (GUK) an der Schützenstrasse im Thalwiler Industriegebiet Böni, kritisierten Gewerbetreibende. Die GUK AG ging deshalb über die Bücher – und präsentiert ein neues, billigeres Projekt. Am Montag hat sie ein neues Baugesuch eingereicht. Sie plant, die Bauparzelle aufzuteilen und die Gebäude A (links) und B (rechts) separat zu veräussern. Eine neue Baubewilligung ist erforderlich, weil Anpassungen im Innern des Gebäudes B eine Aufstockung des Mittelteils erzwingen. Lediglich eine Revisionserlaubnis musste die GUK für die kleinen Änderungen am Gebäude A einholen. Peter Schäppi, PR-Verantwortlicher der GUK AG, rechnet nicht mit Widerstand zum neuen Baugesuch. «Wir haben das mit den Nachbarn besprochen.» Von der Aufteilung erhofft er sich, leichter Investoren zu finden. «Das Angebot wird attraktiver und überschaubarer.» Im Gebäude B sei nach wie vor Stockwerkeigentum geplant. Das Gebäude A jedoch will die GUK AG wenn möglich als Ganzes verkaufen. «Wir hoffen auf einen Investor, der das Gebäude weiterverkauft oder vermietet», sagt Schäppi. Konkrete Verhandlungen führe die GUK noch nicht. Die GUK AG hat das Innere der Gebäude neu geplant: Module à 100 Quadratmeter ermöglichen es den Gewerbetreibenden, sich Nutzfläche nach Bedarf zusammenzustellen. Jedes Modul verfügt dabei über Anschlüsse für Elektrizität und Wasser. «Wir sind anfänglich viel zu sehr auf die Ausbaubedürfnisse einzelner Nutzer eingegangen, die danach wieder abgesprungen sind», sagt Schäppi. Mit der Modulbauweise, so hat die GUK AG berechnet, reduzieren sich die Investitionskosten von 30 Millionen Franken um 15 Prozent auf 25,5 Millionen Franken. Wie viel Gewerbetreibende für ein Modul berappen müssen, will Schäppi nicht sagen: «Das hängt von der Lage ab. Ein Modul mit ebenerdiger Zufahrt von der Schützenstrasse ist teurer als Räume im 3.?Stock.» Momentan seien Verträge für ein Drittel der Fläche im Gebäude B unterschrieben, für ein knappes weiteres Drittel Interessenten vorhanden. Verzögerung von einem Jahr In das Gewerbe- und Kulturzentrum einziehen werden ein Musiker, ein Bildhauer, ein Malergeschäft, ein Transportunternehmen, eine Zimmerei und als grösster Käufer der Verein für Sozialpsychiatrie, der bisher auf dem Wädenswiler Giessen-Areal beheimatet war. Bis zum Sommer sollen 50?Prozent der Nutzfläche verkauft sein. Dies ist nicht nur wünschenswert, sondern notwendig: Die Gemeinde Thalwil gibt erst dann grünes Licht für den Bau auf dem ehemaligen Schiessplatz. 2010 hatte die GUK AG diese Voraussetzung nicht erfüllt, sodass sich das Bauvorhaben um ein Jahr verzögerte. Läuft alles nach Plan, kann die Gemeinde im Herbst 2011 die 2 Millionen Franken teure Sanierung der Altlasten auf dem Gelände in Angriff nehmen. 2012 wird die GUK AG den Rohbau erstellen, 2013 die Module den Käufern für den individuellen Innenausbau übergeben. Neu erhalten die Gebäude eine Holzverkleidung, der Mittelteil des hinteren Gebäudes wird aufgestockt.Visualisierung: PD

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