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Pünten dürfen farbig bleiben

Der Winterthurer Stadtrat will die umstrittenen Regeln für die Pünten überarbeiten.

Von René Donzé Winterthur – Die Püntiker müssen ihre farbigen Häuschen doch nicht ablaugen. Gestern hat der Stadtrat mitgeteilt, dass er die umstrittenen Richtlinien für die 3000 Schrebergärten nochmals unter die Lupe nehmen will. Er reagiert damit auf die heftigen Reaktionen von Medien und Politikern auf die als «kleinlich» bezeichneten Regeln. So wären farbige Häuschen und Fensterläden verboten worden, und Tomatenhäuschen aus Plastik hätten im Winter verschwinden müssen. Die zuständige Stadträtin Verena Gick (FDP) wurde von dieser Welle der Entrüstung überrascht, nachdem sie am Montag aus den Ferien zurückgekehrt war. Ihre Parteikollegin, FDP-Fraktionschefin Barbara Günthard-Maier, bezeichnete die neuen Regeln als Anwärter auf den «Gahts-no!-Priis» der FDP für absurde Bürokratiegeschichten. Und die SP kündigte einen Vorstoss gegen den Konformismus in den Freizeitgärten an. Verena Gick ist nun bemüht, die Wogen zu glätten. Der Stadtrat habe die neue Regelung bereits 2009 erlassen, und damals brachte niemand Kritik an. Zudem sei sie gegenüber der alten Verordnung von 1979 wesentlich lockerer geworden. Der Stadtrat habe dem Bedürfnis der Püntiker nach mehr Erholungsraum und weniger Gartenfläche unter anderem nachgegeben, indem er etwa die Fläche für Sitzplätze verdoppelte. «So gesehen hat bereits eine Liberalisierung stattgefunden.» Dennoch will sie nochmals einzelne Bestimmungen überprüfen, etwa die Farbvorschriften. Der Zentralpräsident des Püntenpächtervereins, Marcel Stutz, begrüsst dies. «Ich hoffe aber, dass der Stadtrat nicht gerade alles bachab schickt.» 95 Prozent der Vorschriften seien sinnvoll und umsetzbar, sagt Stutz. Es gebe einen Wildwuchs in den Freizeitgärten, und der müsse bekämpft werden – schon nur wegen jener zwei Drittel der Püntiker, die sich an die Regeln hielten. «Warzenbunker» neben Pünten, Seite 18

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