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Playmate berät Hundebesitzer

Andrea Vetsch hat ein Buch publiziert. Der «Playboy» war dabei ein Hindernis.

Von Bettina Zanni Küsnacht – Normalerweise steht sie leicht bekleidet für Fotoshootings vor der Kamera. Jetzt zeigt sich Andrea Vetsch, die 2007 vom «Playboy Deutschland» zum Juni-Playmate gewählt wurde, von der intellektuellen Seite: Sie hat einen Hunderatgeber publiziert. Sie hat das «Praxishandbuch für Ersthundehalter» geschrieben, weil sie als Ersthundehalterin die anderen Publikationen unübersichtlich fand. «Als mein Hund erhöhte Temperatur hatte, schlug ich 20 Bücher auf – erfuhr aber in keinem, was in dieser Situation zu tun ist.» Ihr Buch gebe Hundehaltern in verschiedenen Situationen einen raschen Überblick. Frauchen erfährt, wie bei Bello Erste Hilfe geleistet wird oder was beim Kauf eines Hundes zu beachten ist. Sie hat, neben Informationen aus der «fundierten, bewährten» Literatur, Tipps von Experten erhalten. Im Gegensatz zur Dissertation von Karl-Theodor zu Guttenberg ist in ihrem Buch sauber vermerkt, dass sie zum Teil Informationen kopiert hat. Kein Verlag wegen Nacktfotos Einen unkomplizierten Ratgeber zu schreiben, war auch Vetschs Ziel: «Es gibt viele Bücher von Veterinärmedizinern, die sich mit fachsprachlichen Ausdrücken zu profilieren scheinen», sagt Vetsch. Der Fachjargon bringe einem Laien nicht viel. Vetschs Erstling verkauft sich offenbar gut: «Ich nehme ständig Bestellungen auf.» Sie weiss aber nicht, wie viele Exemplare sie verkauft hat. Die Autorin wird aber auch mit Kritik konfrontiert: So gebe es Leute, die sich fragten, warum ausgerechnet ein Model einen Hunderatgeber schreiben müsse. «Das verstehe ich nicht, schliesslich handelt es sich nicht um ein Fachbuch», kontert das Playmate. Vetschs Modeldasein zeigte sich auch bei der Suche nach einem Verlag als hinderlich: «Die Verlage wollten mich nicht, weil ich im‹Playboy› war.» Deshalb habe sie das Buch in Eigenregie rausgebracht. Vetsch bedauert die mangelnde Toleranz der Gesellschaft und die Tendenz zur Schubladisierung der Menschen. «Daneben finde ich es auch, wenn dicke Leute, die Hotpants tragen, kritisiert werden.» Kein zweites Buch geplant Voraussichtlich wird auf ihren Erstling kein zweites Buch folgen. «Das Verfassen des Buchs war Knochenarbeit», sagt die Küsnachterin. Vorgenommen hat sie sich aber ein weiteres Projekt mit Hunden: «Ich möchte in Zumikon eine Hundeschule aufbauen.» Es gebe am rechten Seeufer zu wenige Hundeschulen. Bevor sie sich an die Planung der Hundeschule macht, steht aber eine Ausbildung an der Akademie für Tiernaturheilkunde an. Andrea Vetsch Das Juni-Playmate von 2007 will nach der Publikation seines Buches eine Hundeschule eröffnen.

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