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Pfäffikon baut eine neue Asylunterkunft

Die Gemeinde hat Pfäffikern die Wohnung gekündigt, weil sie sie für Asylsuchende braucht. Bei diesem Thema gingen an der Gemeindeversammlung die Wogen hoch.

Von Gabriela Frischknecht Pfäffikon – Die geplante Asylunterkunft sorgte an der Gemeindeversammlung von Pfäffikon am Montag für rote Köpfe. Der Pavillon an der Hochstrasse, in dem 35 alleinstehende Asylbewerber Platz finden sollen, kostet rund 1,5 Millionen Franken. Lilly Sommerhalder, eine unmittelbare Anwohnerin, beantragte eine Urnenabstimmung. Sie führte ins Feld, dass es der Gemeinderat versäumt habe, frühzeitig nach Lösungen zu suchen. Sie war der Meinung, man müsse die Debatte zu diesem Thema vertiefen und nicht unter Zeitdruck entscheiden. Den Mietern gekündigt Pfäffikon plant zudem, Familien in drei Wohnungen an verschiedenen Standorten unterzubringen. Zu Wort meldete sich denn auch Michael Chiller. Die Gemeinde hat ihm und seiner bald fünfköpfigen Familie gekündigt. Er wohnt in einer der Wohnungen, in der inskünftig Asyl suchende Familien untergebracht werden. «Diese Debatte wird unter Zeitdruck geführt», sagte Chiller. Trotz der emotionalen Diskussion genehmigten die Pfäffiker das Projekt mit grosser Mehrheit. Laut der kantonalen Zuteilungsquote muss Pfäffikon 55 Asylsuchende aufnehmen. Bis zu 70 Flüchtlinge fanden in der bisherigen Unterkunft ein Dach über den Kopf. Der neue Pavillon hinter dem Pfäffiker Betreibungsamt soll 2012 bezugsbereit sein. Bis dahin dienen fünf Wohnungen als Asylunterkunft.Die Gemeindeversammlung entschied zudem, die Lokalzeitung «PfäffikerIN» in den Händen des örtlichen Verlags Schellenberg Druck zu belassen.

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