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Opfikon: Wagners Abwahl ist das erste Traktandum

Die Fraktionen sind sich einig: Urs Wagner soll seinen Sitz als Präsident des Gemeinderats räumen. Das Parlament tagt am Montag.

Von Alexander Lanner Opfikon – An der Sitzung des Opfiker Parlaments von kommendem Montag steht die Abwahl seines Präsidenten ganz oben auf der Traktandenliste. Einstimmig stellt die Interfraktionelle Konferenz (IFK) den Parlamentariern den Antrag, Urs Wagner (vormals GLP) seines Amtes zu entheben. Wagner hatte an der diesjährigen Opfiker 1.-August-Rede eine rassistische und wirre Rede gehalten. Die GLP hatte ihn daraufhin aus der Partei ausgeschlossen (der TA berichtete). Ratssekretär Willi Bleiker sieht der Sitzung gelassen entgegen. «Das erste Traktandum ist eines unter vielen», sagt Bleiker. Er nimmt an, dass es ohne Komplikationen vonstatten geht. Speziell sei nur: Nach der Sitzung – nicht nach dem Traktandum – werde eine Medienkonferenz abgehalten. Wie eine Umfrage des TA bei den Fraktionen gezeigt hat, wird die Abstimmung deutlich ausfallen. Bis zur konstituierenden Sitzung im Frühling wird der 1. Vizepräsident Roman Schmid (SVP) die Sitzungen leiten. Verhinderte Parlamentarier müssen sich jeweils beim Ratssekretär abmelden. Bislang hat sich Wagner noch nicht entschuldigen lassen. Trotz Abwahl als Gemeinderatspräsident bleibt Wagner weiterhin Parlamentarier. Den Platz im Präsidium des Gemeinderats, dem sogenannten «Bock», müsste er nach der Abstimmung allerdings sofort räumen und im Saal Platz nehmen. Die Person Urs Wagner scheint schon länger zu polarisieren. Der heute 44-jährige Physiker wurde 2006 ins 36-köpfige Parlament gewählt. Zwei Jahre später sass er bereits als 2. Vizepräsident auf dem Bock. 2009 wurde er 1. Vizepräsident, in diesem Mai Präsident. Wagner erhielt bei jeder Wahl im Vergleich zu den übrigen Mitgliedern des Präsidiums die weitaus wenigsten Stimmen.

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