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Nur noch ein Betreiber für Forch- und Glattalbahn

Der Dübendorfer SP- Kantonsrat Peter Anderegg regt an, die Bahnen im Grossraum Zürich aus einer Hand zu betreiben. Er hält das für effizienter.

Von Manuel Reimann Dübendorf – Seit dem 12. Dezember fahren die Zürcher Trambahnlinien 10, 11 und 12 über die Zürcher Stadtgrenze und durchs Glattal – auf den Schienen der neuen Glattalbahn, welche Stettbach mit dem Flughafen und mit Zürich-Oerlikon verbindet. Und es ist vorstellbar, dass noch weitere derartige Regionalbahnen gebaut werden: in Zürich-West, im Limmattal, im Furttal und möglicherweise auch wieder im Glattal. Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) erarbeitet derzeit eine Trambahnstrategie und wird voraussichtlich Mitte Jahr eine angepasste Prioritätenliste der rund sechs Dutzend diskutierten Trambahnkorridore präsentieren. Mit der Betriebsaufnahme der Glattalbahn ist nun zur Forchbahn und zur Bremgarten-Dietikon-Bahn eine weitere Verkehrsbetriebsgesellschaft hinzugekommen, die im Kanton Zürich eine Überlandtrambahn betreibt – die Verkehrsbetriebe Glattal (VBG) AG. Diese ist, wie auch die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ), ein «staatseigener» Betrieb. Die VBZ sind eine Verwaltungsabteilung der Stadt Zürich, die VBG stehen im Besitz der Gemeinden im Marktgebiet und des Kantons. Dabei gelten die VBG zwar als Eigentümer der Bahninfrastruktur, Betreiber sind aber die VBZ. Die VBZ fahren also mit dem Tram 10 bis zur Stadtgrenze als marktverantwortliches Unternehmen und ab dort bis zum Flughafen als Transportunternehmen im Auftrag der VBG. Kein Markt «Wenn wir weiter grenzüberschreitende Trambahnen bauen, dann muss über innovative Eigentümer- und Betriebsstrukturen diskutiert werden», meint nun der Dübendorfer SP-Kantonsrat Peter Anderegg in einer Anfrage an den Regierungsrat. Der Zürcher Verkehrsverbund als Schirmherr des öffentlichen Verkehrs würde zwar über den Rahmenkredit grossen Einfluss auf die Unternehmungen ausüben, sei aber kein Transportunternehmen. Er könne Tram- und Buslinien ausschreiben, sofern kein Leistungsauftrag zustande komme, so Anderegg. «Sind bereits bei den Buslinien Fragezeichen zum Damoklesschwert Ausschreibung angebracht, so gilt dies erst recht beim schienengebundenen ÖV, wo es überhaupt keinen Markt gibt.» Identität schaffen Peter Anderegg erkundigt sich nun, ob nicht alle beteiligten Akteure im Grossraum Zürich – Gemeinden und Kanton – eine einzige Betreiberorganisation bilden sollten. «Schienen aus einer Hand sind eine Möglichkeit, die Organisation der Trambahnen zukunftstauglich zu gestalten und darüber hinaus Identität innerhalb des Grossraums Zürich zu schaffen», schreibt er.

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