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Nürensdorfer will Raubtiere besser schützen

Der Schutz von Wolf, Bär und Luchs soll in der Bundesverfassung verankert werden. Dafür will Thomas Walser aus Nürensdorf eine Volksinitiative lancieren.

Von Karin Wenger Nürensdorf – «Wolf, Bär und Luchs zählen zu den streng geschützten Tierarten.» Mit diesem Satz soll Artikel 80 der Bundesverfassung ergänzt werden. Erreichen möchte das der Nürensdorfer Thomas Walser mit einer Volksinitiative. Die drei Tierarten sind heute bereits durch die Berner Konvention international geschützt. Walser genügt dies jedoch nicht. Er fürchtet, dass der Schutz immer mehr aufgeweicht wird. Zurzeit ist der 41-jährige Student der Veterinärmedizin und ehemalige Berufspilot daran, ein Initiativkomitee zu bilden. Dieses soll aus 7 bis 27 Mitgliedern mit unterschiedlichem Hintergrund bestehen. Erfahrungen im Umgang mit Wildtieren hat Walser anlässlich einer Teilzeitanstellung als Tierbote bei Grün Stadt Zürich im Wildpark Langenberg gesammelt. Einsätze hatte er dabei auch im Zoo Zürich. Vor allem die Wölfe faszinieren Walser seit langem. Zurzeit leben schätzungsweise 15 bis 20 wilde Wölfe in der Schweiz, was immer wieder zu Konflikten mit den Interessen des Menschen führt. Dies betrifft vor allem die Schafhaltung. Walser sagt dazu, dass der Herdenschutz beispielsweise durch Schutzhunde und Zäune für die Nacht verbessert werden müsse. Den Nutztieren sollten die Hörner belassen werden, so könnten Angriffe von Wölfen und Bären weitgehend vermieden werden. Der Bär wurde vor 100 Jahren in der Schweiz ausgerottet. 1997 wurde erstmals wieder ein Exemplar in Graubünden gesichtet. Der Luchs wurde vor 30 Jahren wieder in der Schweiz angesiedelt. Auch er ist bei Jägern und Kleinviehhaltern umstritten. Ein gewisses Verständnis müsse man auch für die Wildtiere aufbringen, sagt Walser. «Wanderer müssen sich aber nicht fürchten», ist er überzeugt. Alle drei Raubtierarten seien sehr scheu und würden für den Menschen keine Gefahr bedeuten, sofern er sich richtig verhalte. Schutz durchs Jagdgesetz Ob sich mit der von Walser angestrebten Volksinitiative in der vorliegenden Form der Schutz von Wolf, Bär und Luchs verbessern würde, ist laut Martin Baumann vom Bundesamt für Umwelt nicht ersichtlich. «Die Tiere sind ja bereits heute durch das Eidgenössische Jagdgesetz geschützt.» Mitte Juni möchte Thomas Walser den Initiativtext bei der Bundeskanzlei einreichen. Erfüllt er die gesetzlichen Anforderungen, hat das Initiativkomitee 18 Monate Zeit, um 100 000 Unterschriften zu sammeln. Thomas Walser.

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