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Noveos verscheucht den Umzugshorror

Zügeln ist kein Schleck. Erst recht nicht, wenn man psychisch keine Reserven hat. Die Wohnbegleitung kann da ein Segen sein.

Konkrete Hilfe im Alltag Von Eduard Gautschi Uster – Frau Braun* ist 51 Jahre alt, hat zwei Kinder und lebt in einer Oberländer Gemeinde alleine in ihrer Wohnung. Das Angebot der Wohnbegleitung nimmt sie seit Oktober 2008 in Anspruch. Sie ist damit sehr zufrieden. «Ich erhalte Hilfe, wenn ich Hilfe benötige», sagt sie. Auch dann, wenn sie über die üblichen wöchentlichen Besuche hinausgeht. Braun ist im April umgezogen und wurde dabei durch die Wohnbegleiterin unterstützt. Diese organisierte den Umzug, bestellte den Zügelwagen und die Zügelhelfer. «Dank der Hilfe konnte ich ohne grossen Stress umziehen, auf mich alleine gestellt hätte ich das so nicht geschafft.» Braun gehört zu denjenigen Klientinnen, die dank der Wohnbegleitung auch noch Aktivitäten nachgehen können, die sonst kaum möglich wären. So geht sie zum Beispiel einmal in der Woche schwimmen. Sie schätze das Angebot der Wohnbegleitung sehr, sagt Braun. Weil sie selbstständig wohnen könne, sei ihr Selbstvertrauen gewachsen. Die Gespräche mit der Fachperson würden ihr helfen, Stress abzubauen. Sie freue sich jeweils auf die Gespräche. Die Treffen mit anderen Klienten sind ebenfalls ein Bereicherung für sie. Ihren ersten Klinikaufenthalt hatte sie im Alter von 30 Jahren. Der letzte liegt nun mehr als zwei Jahre zurück. Früher war sie regelmässig in der Klinik. Ihr Leben hat sich inzwischen stabilisiert. Beruflich hatte sie zuvor in einer grossen Schweizer Stadt als Taxifahrerin und als Schallplattenverkäuferin gearbeitet. Heute habe sie einen guten Arbeitgeber, der Rücksicht auf ihre Befindlichkeit nehme, sagt sie. «Ich lebe mein eigenes Leben und arbeite an mir.» Sie habe gelernt, sich selber Sorge zu tragen. «Dank der Wohnbegleitung und intensiver Psychotherapie habe ich mich entwickelt.» * Name geändert

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