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Neue Technik und alte Gemüsesorten

ZHAW-Studentin Mirina Fleischmann bereitet Informationen über den Wädenswiler Gemüseschaugarten so auf, dass sie vor Ort mit Mobiltelefonen abgerufen werden können.

Von Andreas Kurz Wädenswil – Im Jahr der Biodiversität will auch Mirina Fleischmann, Studentin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil (ZHAW), auf das Thema Sortenvielfalt aufmerksam machen. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit möchte sie den hochschuleigenen Gemüsesorten-Schaugarten attraktiver machen. Dieser besteht seit 2003 und ist öffentlich zugänglich. «Wir sammeln alte Gemüsesorten, dokumentieren sie und bauen sie an», sagt Fleischmann. Um neue Zielgruppen für den Schaugarten zu interessieren, verbindet sie alte Gemüsesorten mit neuer Internet- und Mobilfunktechnologie. Lehrreiches hinter dem Code Dazu verwendet die 22-jährige Studentin das Bee-Tagg-System (siehe Kasten). Hinter den wabenförmigen Codes verstecken sich Informationen über die Gemüsesorten und den Garten. Mit einem Smartphone und der richtigen Software kann man die Waben bei den Pflanzen entschlüsseln und auf die Informationen über den Garten zugreifen. Die interessantesten der 130 Pflanzenarten erhalten zudem ein eigenes Tagg, wie der Stielmangold, von dem es nebst dem bekannten grünen auch noch eine gelbe und rote Sorte gibt. Der Besucher erfährt, dass sie optisch sehr schön sind, sich geschmacklich jedoch kaum unterscheiden. Die Artischocke, der Baum- und der Erdbeerspinat haben ebenso ihre eigenen Taggs. Die grösste Arbeit der Studentin ist es jedoch, die Software hinter dem Bee-Tagg-System mit Informationen zu füttern. «Das können neben Text auch Audio- oder Videodateien sein.» Sie versuche dabei, die Inhalte nicht nur auf Pflanzen zu beziehen. So will sie mit einem Exkurs über Skorbut und Vitaminmangel darauf aufmerksam machen, dass alte Gemüsesorten oft mehr Vitamine haben als handelsübliche Sorten. Freude an neuer Technik Mit ihrer Arbeit ergänzt die angehende Umweltingenieurin das Informationsangebot über den Schaugarten aus Prospekten und Broschüren. Für das Projekt habe sie sich entschieden, weil sie schon etwas Ähnliches gemacht hat: einen interaktiven Audioführer für den sogenannten Hexengarten der Hochschule. «Das machte mir Spass, deshalb wollte ich etwas in dieser Richtung machen», sagt Mirina Fleischmann. Nun überlegt sie sich, die Informationen über den Schaugarten direkt auf dem Internet zugänglich zu machen – sie selbst besitzt nämlich kein Smartphone. Für ihr Projekt sucht Mirina Fleischmann noch Versuchspersonen mit Smartphone. Interessierte können sich unter mifl0002@students.zhaw.ch melden. Mirina Fleischmann will mit der Bee-Tagg-Technologie ein neues Publikum in den Gemüseschaugarten der Hochschule Wädenswil locken . Foto: Flurin Bertschinger

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