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Neue Männedörfler entdecken ihr Dorf

190 Neu-Männedörfler machten sich am Samstag auf den Weg, ihre neue Heimat zu entdecken. «Reiseleiter» spielten die Gemeinderäte.

Männedorf. - Heidi Kempin ist überrascht, dass sich so viele Neuzuzüger für den Anlass angemeldet haben. Weil die Fähre nicht mehr am Männedörfler Schiffsteg anlegen kann, fällt die sonst übliche Fahrt buchstäblich ins Wasser. «Und dennoch haben sich wieder mehr als 190 neue Mitbürger angemeldet, darunter beinahe 50 Kinder», freut sich die Gemeindepräsidentin.

Kempin begrüsst am neuen Versammlungsplatz bei der Kirche die eintreffenden Gäste. Die können von dort oben einen unvergleichlichen Blick auf ihre neue Heimat werfen - sowie auf den See und die Berge. Ebenso atemberaubend ist die Aussicht auf die riesige Baustelle, auf der das neue Leue-Zentrum und der Gemeindesaal entstehen.

Jetzt schickt die Harmonie den Neuen ihren wohlklingenden Gruss entgegen und gibt eine kleine Kostprobe ihres grossen Repertoires zum Besten. Man disloziert von der sonnigen Terrasse in die kühle Stille der Kirche, wo Kempin die Neo-Männedörfler offiziell begrüsst und das Programm bekannt gibt. Sie erinnert daran, dass Männedorf seit dem Frühling kein Dorf mehr ist, sondern sich mit über 10 000 Einwohnern Stadt nennen kann. «Zum Glück ist der dörfliche Charakter geblieben, man grüsst sich beispielsweise auf der Strasse.» Jetzt werden einzelne Gruppen gebildet, die alle mit verschiedenen Zielen unterwegs sind.

Die grössten Pfeifen

Je eine Gruppe besucht das Kino Wildenmann, das Spital, das Seewasserwerk, die Orgelbauer der Firma Kuhn, und Finanzvorstand Giampaolo Fabris führt die Familien mit kleinen Kindern zu Eltern-Kind-Zentrum und Krippe. Fabris wird dabei von seiner Gattin assistiert. Heidi Kempin führt ihre Gruppe an grünen Wiesen und an Alterssiedlungen vorbei auf einem romantischen Weglein durch Schrebergärten zum Orgelbauer, wo die kleinen, grossen und grössten Pfeifen Männedorfs besichtigt werden können.

Paul Brandenberger ist einer der Orgelbau-Rundgänger. Er wohnt seit März in einer Alterssiedlung in Männedorf und ist aus Brütten zugezogen. «In Brütten haben wir nur gerade die Bergspitzen gesehen, hier in Männedorf reicht die Aussicht hinunter bis zum See», zieht er sein Resümee. Seiner Frau und ihm gefalle es hier, sie wollen nicht mehr wegziehen. «Wenn sie mich nicht wegweisen wegen der Steuern», schmunzelt er.

Marco Biondi war in der Gruppe, die das Kino Wildenmann besucht haben. «Das war interessant, wir haben viel über die Geschichte Männedorfs erfahren», sagt der Neuzuzüger, der seit drei Monaten die Vorzüge seiner neuen Heimat geniesst. Er arbeitet in Zürich und liebt es, in der Freizeit in der Natur zu relaxen.

Gigantisches Buffet

In der Turnhalle Blatten erwartet die Neuen eine Stärkung in Form eines riesigen Buffets. Zwölf Vereine und die politischen Parteien informieren an kleinen Ständen über ihr Tun. Pia Drovinius wohnt jetzt seit einem Jahr hier und hat sich ausführlich informiert. Ihr gefällt die schöne Gegend, und sie freut sich über den gelungenen Anlass, bei dem man spüre, wie sich die Gemeinde um die Neuzuzüger bemühe.

Isabelle Meyer und Pascal Buracco sind vor vier Monaten von Zürich hergezogen. Sie schätzen das Leben im Grünen und die Nähe des Sees. Beide pendeln und estimieren die Verbindung in die Stadt. Nur dass die S 7 am Morgen jeweils pumpenvoll sei, stört die junge Frau. Auch Christiane Natt gefällt es in der neuen Heimat gut. Sie schätzt den See und das grosse Freizeitangebot.

Etienne Rudin ist in Männedorf aufgewachsen und jetzt zurückgekehrt. «Die Gemeinde hat sich in den 15 Jahren meiner Abwesenheit schon verändert», meint er. Zum Positiven, sonst wäre er nicht wieder da.

Ein grosses Zvieri-Buffet und viele Infos erwarteten die Neuzuzüger in der Turnhalle Blatten.

Pia Drovinius.

Etienne Rudin.

Marco Biondi.

P. Buracco, I. Meyer.

Christiane Natt. Paul Brandenberger.

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