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NachrufAlt-Nationalrätin Martha Ribi ist tot

NachrufAlt-Nationalrätin Martha Ribi ist tot Von Walter von Arburg Uster – Am Montag ist Martha Ribi im Alter von 95 Jahren gestorben. Die FDP-Politikerin war eine der ersten zehn Frauen, die im Herbst 1971 nach der Einführung des Frauenstimmrechts in den Nationalrat gewählt wurden. Im Nationalrat politisierte Martha Ribi zwölf Jahre. Einen Namen machte sie sich unter der Bundeshauskuppel als Fachfrau für Soziales, Bildung und Gesundheit. Bereits im Frühling 1971 war sie für die FDP der Stadt Zürich in den Kantonsrat gewählt worden. Während mehrerer Jahre versah sie zudem das Vizepräsidium der FDP Schweiz. Martha Ribi wuchs in der Stadt Zürich auf. Nach der Matura heiratete sie bald und zog mit der Familie ins Tessin. Der frühe Tod ihres Mannes liess sie mit den Kindern nach Zürich zurückkehren. Dort arbeitete sie als Adjunktin beim Sozialamt der Stadt. Ende der 50er-Jahre begann sie, Volkswirtschaft zu studieren. Nach dem Studienabschluss übernahm sie die Leitung des Stadtärztlichen Diensts. Weil sie schon nach wenigen Ehejahren verwitwete, musste sie früh die Verantwortung für sich und ihre Kinder allein übernehmen. Diese Erfahrung prägte sie. Dank guter Organisation, Zielstrebigkeit und grossem Engagement gelang es ihr, Kindererziehung, Beruf, Studium und Politik unter einen Hut zu bringen. Dass sie sich eine gute Portion Durchsetzungsvermögen erarbeitete, war auch noch in ihrem Alter spürbar. Im Gespräch wirkte sie bis zuletzt wach, interessiert und informiert. Trotz grosser beruflicher Belastung blieb Martha Ribi zeit ihres Lebens ein froher Mensch. In ihrer distinguierten Art ging sie offen und herzlich auf Mitmenschen zu und interessierte sich bis zuletzt für das politische Geschehen. Auch im hohen Alter las sie zwei Tageszeitungen und liess sich gerne auf politische Diskussionen mit Nachbarn ein. Obschon Martha Ribi einen Grossteil ihres Lebens in der Stadt Zürich verbrachte, darf sie zu Recht auch als Oberländerin bezeichnet werden. Während vieler Jahre lebte sie in Greifensee, ehe sie 2003 ins Tertianum Uster zog. Martha Ribi im Februar dieses Jahres. Archivbild: Christoph Kaminski

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