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Mutter Natur lädt das iPhone

Seit kurzem ist der erste Deutschschweizer Shop für stylische Ökoprodukte online. Die nachhaltigen Produkte verschönern und erleichtern den Alltag.

Von Christoph Trösch Zu blöd: Man ist unterwegs zur Liegewiese und plötzlich ist der Akku des Handys leer. Dabei wären noch ein paar wichtige Telefonate angestanden. In diesem Fall ist ein Ladegerät, das mit Solarenergie, Wind oder eigener Muskelkraft betrieben wird, die rettende Lösung. Und schont dazu die Umwelt. Der erste Onlineshop der Deutschschweiz für ökologische Designprodukte ist seit dem 14. Juli in Betrieb. Unter den bisher rund 120 Artikeln von Rrrevolve.ch befinden sich neben diversen Ladegeräten auch T-Shirts, Taschen, Küchengeräte, Espadrilles und Kondome – natürlich alles aus nachhaltiger Produktion, umweltschonenden Materialien und garantiert «sweatshop free», also ohne Kinderarbeit und zu fairen Preisen hergestellt. Den Versand der Produkte erledigt der Logistikpartner Verein Drahtzug, der zusammen mit der Psychiatrischen Universitätsklinik Arbeitsplätze für psychisch Beeinträchtigte schafft. Keine Birkenstock-Ökologie Webshop-Betreiber Sebastian Lanz will mit seiner Idee, Nutzen und Design zu verbinden, Umweltfreundlichkeit salonfähig machen und einem aufgeschlossenen Publikum zeigen, dass Nachhaltigkeit nichts mit Birkenstock-Ökologie zu tun hat. Seine Maximen «reduce, reuse and recycle» sollen dazu anregen, Abfälle und Gifte zu reduzieren, Rohstoffe wiederzuverwenden und neu in Umlauf zu bringen sowie Energie zu sparen oder gar selbst zu erzeugen. Von herkömmlichen Ökoläden will sich Rrrevolve.ch durch sein zukunftsorientiertes Sortiment und sein urbanes Konzept abheben: «Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger auf Leute zugehen, wie es beim Thema Ökologie oft der Fall ist. Nachhaltigkeit soll etwas Positives sein», erklärt Lanz, der modisches Bewusstsein mit ökologischem Denken paaren will. «Die Welt geht zwar unter, aber das ist doch kein Grund, den Humor zu verlieren», fügt er augenzwinkernd hinzu. «Es ist wichtig, dass unsere Kundschaft weiss, was sie trägt, und sich dabei wohlfühlt». Deshalb findet man auf der Website ausführliche Hintergrundinformationen zu Produkten und Herstellern. Der Kunde soll zum einen eine Orientierungshilfe auf dem nicht ganz übersichtlichen Markt für nachhaltige Produkte erhalten, zum anderen aber auch sichergehen können, dass Bio-Baumwolle verarbeitet wurde, wo Bio-Baumwolle draufsteht. «Auf der Homepage befinden sich Videos, die einen Einblick in die Produktionsverfahren der Hersteller gewähren», sagt Lanz. Er werde das Informationsangebot laufend ausbauen und aktualisieren, damit seine Kunden immer auf dem neusten Stand der Dinge sind. Als gutes Vorbild voran Der Zürcher hat in Winterthur Kommunikation studiert. Die Idee, als Vorbild voranzugehen und sich für einen nachhaltigeren Umgang mit Abfall und Energie einzusetzen, kam ihm auf einer Indienreise: «Die Abfälle landen dort traditionell auf einem Plastikhaufen hinter oder vor dem Haus, der am Abend angezündet wird. Anstatt mich über die Umweltverschmutzung in Indien aufzuregen, überlegte ich mir, was ich in der Schweiz machen könnte, um der globalen Umweltproblematik zu begegnen.» In Zukunft will Lanz sein Sortiment vergrössern. Der Recycling-Bereich soll zum Beispiel ausgebaut werden, um Onlineshop-Besucher zum Wiederverwerten anzuregen und Recycling für den häuslichen Gebrauch einfacher zu machen. «Geplant ist auch eine eigene Kleiderkollektion mit Bio-Baumwolle aus Indien. Dort will Rrrevolve.ch mit Pyjamas und Trainingsanzügen eher im gemütlichen Bereich bleiben.» Andere exklusive Produkte sollen folgen. Solarenergie fürs Handy: Visionär Lanz mit einem seiner Topseller. Foto: Sabina Bobst

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