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Musiker aus der Region machen mobil

Eurovision Song Contest Vier Dübendorfer und sechs Rocker aus Fällanden wollen es wissen. Seit gestern läuft die Vorausscheidung. Von Thomas Bacher Dübendorf/Fällanden – Manchmal muss man eben auch ein Auge zudrücken. So ist Sängerin Fannie Lüscher zwar keine Dübendorferin, sondern inzwischen wahlweise Berlinerin oder Zürcherin. Aber schliesslich hat das Ex-Model mal in Dübendorf gewohnt, und deshalb wird sie hier einfach eingebürgert – zack! – so schnell geht das. Damit nimmt auch unsere Region mit einer prominenten Vertreterin an der ersten Runde der Schweizer Vorausscheidung für den Eurovision Song Contest (ESC) teil. Dieser findet im Mai in Düsseldorf statt. Noch bis zum 10. November können die Fans (zum Beispiel unter www.sf.tv) abstimmen, wer im Dezember an der Live-Entscheidungsshow auftreten darf. Und während andere bekannte oder ehemals bekannte Namen wie Peach Weber, Chue Lee oder Michel Villa mit ihren Beiträgen nicht gerade gute Figur machen, können wir durchaus stolz sein auf unsere Fannie. Ihr Song «Dance With Me» ist eine nette Disco-Nummer, solide produziert und mit den bekannten Zutaten auf Hit getrimmt. Kontra: Nach fünf Sekunden ist das Stück wieder vergessen. Pro: Am ESC geht es um alles andere als Nachhaltigkeit. Eine typische ESC-Hymne ist «Sky» von Anetta Morozova. Zwar betont das Management, man habe sich erst nach der Studioaufnahme für eine Teilnahme entschieden. Doch der Song klingt einfach zu massgeschneidert. Der Mix aus Pop, Schlager und etwas Klassik ist gefällig, die Querflöte bringt den Wiedererkennungswert. Natürlich ist die 22-jährige Sängerin attraktiv und kurz berockt, und als Russin hat sie die Chance, für die Schweiz ausnahmsweise mal ein paar Punkte aus dem Osten zu holen. Noch was vergessen? Ach ja: Für den unverzichtbaren Ethno-Touch sorgen jodelnde Mitglieder der Gruppe Wilder Berg. Leiden auf Italienisch Auch Lino Lavista kommt laut Angaben des Schweizer Fernsehens aus Dübendorf. Der Sänger packt in «Torna qui da me» die ganz grossen Gefühle aus und leidet, wie man es eben nur auf Italienisch kann. Das Bewerbungsvideo hat lediglich einen Schönheitsfehler. Statt am schönen Glatt-Ufer klagt er an irgendeinem anonymen Sandstrand über seine verlorene Liebe. Wenn er den Sieg nach Dübendorf holen sollte, sei ihm das aber verziehen. Ein musikalischer Hansdampf ist Deean, der mit Verstärkung seiner «Friends» antritt. Während seine Vielseitigkeit auf Albumlänge eine Herausforderung ist, kommt sein Beitrag für Düsseldorf kompakt daher. «My Time» ist ein schlichter Popsong mit Eurodance-Attitüde, statt einer Rap-Einlage kommt allerdings das Akkordeon zum Zug. Gemäss Eigendefinition erinnert Deeans «sanfte Stimme» an das Timbre von George Michael oder Elton John. DJ Bobo müsste in dieser Aufzählung unbedingt auch noch erwähnt sein. Den ungeschliffensten Beitrag aus unserer Region haben Switzerland Rocks aus Fällanden: Die Band tritt mit einem Live-Mitschnitt eines Konzerts an – gedreht vor einem Einkaufszentrum in Regensdorf. Tageslicht und Leute mit Einkaufstüten mögen zwar nicht zum melodiösen, unaufgeregten Hardrock ohne künstlerischen Anspruch passen, doch die Herren stecken das mit der Gelassenheit erfahrener Musiker weg. So jemand ist sogar fähig, den Eurovision Song Contest schadlos zu überstehen. Abstimmen kann man unterwww.eurovisionplattform.sf.tv

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